Die Kirchengemeinden St. Brigida und St. Margareta wurden bereits fusioniert, jetzt steht ein Zusammenschluss mit Ahaus im Raum. © Maximilian Konrad
Pastorale Räume

Pastorale Räume: „Für Legden wird es keine Veränderungen geben“

Das Bistum Münster möchte die Gemeinden in Ahaus und Legden zu einem pastoralen Raum zusammenlegen. Pfarrer Siegfried Thesing geht die Sache ganz gelassen an.

Das Bistum Münster möchte sogenannte pastorale Räume im Dekanat Borken einrichten. Das bedeutet, dass Pfarreien und Gemeinden zu einem großen pastoralen Raum zusammengelegt werden und trotzdem eigenständig bleiben. Die Idee wurde von Weihbischof Dr. Christoph Hegge und dem Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Klaus Winterkamp, vorgestellt, welche dazu betonten, dass es sich dabei nur um einen Vorschlag handelt und noch nichts konkret in der Umsetzung ist.

Von den sechs möglichen pastoralen Räumen besteht eine Kombination auch aus den Gemeinden Legden und Ahaus.

Gemeinde soll für Veränderungen sensibilisiert werden

Wie die Reaktionen auf diesen Vorschlag in diesen Gemeinden sind, weiß Siegfried Thesing. Er ist leitender Pfarrer der Pfarrei St. Brigida und St. Margareta in Legden.

Pfarrer Siegfried Thesing sieht die Angelegenheit gelassen.
Pfarrer Siegfried Thesing sieht die Angelegenheit gelassen. © Bischöfliches Generalvikariat Münster © Bischöfliches Generalvikariat Münster

„Ich glaube, die pastoralen Räume sollen die Menschen vor allem für Veränderungen sensibilisieren. Mit der Nähe zu Ahaus kann so auch eine gewisse Lebendigkeit der Gemeinden sichergestellt werden, ebenso wie personelle Ressourcen, die in den Jahren deutlich weniger geworden sind“, berichtet Siegfried Thesing der Redaktion in einem Gespräch am Telefon.

Das Bistum Münster hat die pastoralen Räume damit begründet, pastoralische Strukturen stärken zu wollen. Dabei wurde jedoch deutlich gemacht, dass es mit diesem neu entstandenen Raum zu keiner angeordneten Gemeindefusion kommen wird. Eine solche entstand im Jahr 2008 zwischen den Gemeinden St. Brigida in Legden und St. Margareta in Asbeck.

Auf Fusionen soll weiterhin verzichtet werden

Einen solchen Schritt lehnt auch Siegfried Thesing ab. „Ich habe großes Vertrauen in meinen Bischof und darauf, dass er seine Versprechungen hält. Solche Fusionen sollten vermieden werden, weil man damit in der Vergangenheit sehr viel kaputt gemacht hat. Deswegen wäre es klug, darauf zu verzichten“, so der leitende Pfarrer.

Der Pfarrer schließt sogar aus, dass es für die Gemeinde zu großen Veränderungen kommen wird. „Für mich und für Legden wird es dadurch keine Veränderungen geben, deswegen gehen wir das alles ganz gelassen an. Generell werden Kooperationen und die damit verbundene Unterstützung immer selbstverständlicher“, erzählt Siegfried Thesing.

Das Vertrauen in die Mitglieder seiner Gemeinde ist hoch. So sagt er auch: „Wenn es darum geht, anderen zu helfen, weiß ich, das können die Legdener und da läuft man hier offene Türen ein“.

Ob und wie genau am Ende die pastoralen Räume aussehen werden, kann noch niemand sagen. Noch bis Ende April/Anfang Mai 2023 werden diese Überlegungen offen sein. Was danach passiert, wird sich zeigen.

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