Peter Birkelbach erhält Bundesverdienstkreuz

rnBesonderer Orden

Für seine besonderen Leistungen und sein ehrenamtliches Wirken im Zusammenhang mit Behinderten ist Peter Birkelbach das Bundesverdienstkreuz verliehen worden.

Legden

, 03.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In seiner Dankesrede erzählte Peter Birkelbach eine Anekdote, an die er gerne zurückdenkt. „Ich war mal bei einer Veranstaltung und fragte die Anwesenden, wer von ihnen keine Behinderung hat. Der eine hat eine große Nase, der andere ist zu dick und so weiter.“ Mit dieser Geschichte machte er darauf aufmerksam, dass jeder sein Päckchen mit sich trägt.

Am Mittwoch ist Birkelbach nun das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Die Ehrung wurde von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster vor rund 40 Gästen im Haus Wessling in Legden vorgenommen.

Besonderer Dank für das Engagement

Die besondere Auszeichnung erhält Birkelbach vor allem für seine außerordentlichen Verdienste im Bereich mit behinderten Menschen. Vor knapp 40 Jahren gründete er den Verein „Gemeinschaft Behinderter und ihrer Freunde Legden-Asbeck" mit, der sich als Ziel gesetzt hat, Menschen mit Behinderung angemessenes Gehör zu verschaffen.

Peter Birkelbach erhält Bundesverdienstkreuz

Peter Birkelbach (3.v.l.) mit seiner Frau Antonia und Kreisdirektor Ansgar Hörster (ganz rechts) sowie Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken (ganz links). © Maximilian Konrad

„Ich freue mich, dass gerade Ihnen diese Ehrung zuteil wird. Sie ist einerseits zu verstehen als besonderer Dank für Ihr Engagement, das weit über ein pflichtgemäßes Bürgerverhalten hinausgeht“, sagte der Kreisdirektor in seiner Laudatio. Hörster vertrat den Landrat Dr. Kai Zwicker, der vor kurzem einen Schlaganfall erlitt.

In vielen Vereinen tätig

Birkelbach widmete im Anschluss die Ehrung vor allem seiner Frau Antonia. "Das Bundesverdienstkreuz verdanke ich zu 80 Prozent meiner Frau", sagte der Hauptakteur des Nachmittags, der mit seiner humorvollen Art immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. In seiner Rede würdigte Kreisdirektor Hörster zudem das langjährige Engagement Birkelbachs und zitierte dabei auch Altkanzler Kohl, der treffend sagte: "Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“

Neben seiner Tätigkeit im genannten Verein, bei dem er immer noch im Vorstand und in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv ist, wirkt Birkelbach auch im „Landesverband von Eltern, Angehörigen und Betreuerbeiräten in Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Nordrhein-Westfalen" mit.

„Ein Beispiel an Birkelbach nehmen"

Außerdem nahm der Ausgezeichnete als Mitglied des Vorstands auch mehr als zehn Jahre lang an Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretung in Caritaseinrichtungen der Behindertenhilfe“ teil.

Peter Birkelbach erhält Bundesverdienstkreuz

Die Ehrung wurde im Haus Wessling in Legden vorgenommen. © Maximilian Konrad

Die Inklusion empfand der Preisträger als elementar wichtig. Das Mitwirken der Menschen mit Behinderung und deren Beteiligung am Alltag der Gesellschaft setzte er sich als Ziel. Daher betonte Kreisdirektor Hörster: „Ich halte es jedoch für außerordentlich wichtig, dass die Öffentlichkeit auf ein Beispiel, wie Sie es geben, aufmerksam gemacht und zur Nachahmung aufgefordert wird."

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