Plattdeutsche Sprache stand im Mittelpunkt

Sommerfest des Heimatvereins

Nach einem kräftigen Regenguss blieb es am Samstagnachmittag trocken. Trotzdem war der Besuch am Grillplatz an der neuen Mühle verhalten. Dorthin hatte der Heimatverein zum Sommerfest eingeladen.

Legden

, 06.08.2017 / Lesedauer: 2 min

Bei Kaffee und Kuchen, der Vorstand hatte zuvor das Kuchenbuffet vorbereitet, gab es viele gesellige Gepräche. Wer konnte, führte diese auf Plattdeutsch.

Höhepunkt des Sommerfestes war entsprechend auch die „Plattdütschke Miss“. Dafür wurden Zettel verteilt und es wurde zum Mitsingen und Beten in plattdeutscher Sprache eingeladen. Das Vaterunser „Usse Vadde in’n Himmel, din Name sall hillig sin“ oder das Glaubensbekenntnis klangen dabei für viele sehr fremd.

Pastor Dr. Eugene Surum Deri begrüßte die Gottesdienstbesucher auf „Plattdeutsch“ mit dem Kreuzzeichen und fügte einige plattdeutsche Sätze hinzu. Er gab zu verstehen, dass er seine Muttersprache „Ghanari“ besser sprechen könne und versuchte zwischendurch auch weiterhin Texte in plattdeutsch Sprache.

Gebete in Mundart

Von Jugendlichen wurden plattdeutsche Gebete vorgetragen und die Besucher sangen plattdeutsch bei musikalischer Umrahmung von Meinolf Schwarzer an der Orgel. Pastor Eugene Surum Deri freute sich dabei besonders, dass der Heimatverein mit der Pflege der plattdeutschen Sprache Geschichte und Kultur pflege und lebendig halte. Nach dem Gottesdienst war Gelegenheit, Leckeres vom Grill zu genießen und sich der weiteren plattdeutschen Unterhaltung bei kühlen Getränken zu widmen oder auch sein Glück bei einer Losaktion zu versuchen. Kreisheimatpfleger Alfred Janning freute sich am Ende über die große Resonanz bei dem Fest. Das Sommerfest des Heimatvereins wird auch künftig einen festen Platz in den Veranstaltungen der Gemeinde haben.

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