Protest: Basis wird breiter

Legden Die Bürgerinitia tive "Pro Erdkabel" macht Nägel mit Köpfen: Rund 700 weitere Unterschriften von Bürgern gegen die von der RWE geplante Höchstspannungsleitung hat sie am Samstag vor den Legdener Lebensmittelmärkten an der Friedrich-Castelle-Straße und am Fliegenmarkt gesammelt, freut sich Andreas Völker.

19.01.2009, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Überwiegend positive Resonanz hat die Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative "Pro Erdkabel Legden" vor den Lebensmittelmärkten im Ort gefunden, links im Bild Andreas Völker von der BI.  Heisterborg</p>

<p>Überwiegend positive Resonanz hat die Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative "Pro Erdkabel Legden" vor den Lebensmittelmärkten im Ort gefunden, links im Bild Andreas Völker von der BI. Heisterborg</p>

Zusammen mit seinen Mitstreitern Clemens Evering, Thomas Schmeddes, Josef Bussmann, Franz-Josef Liebermann und Hermann Elsbernd hat er am Samstag von 8 bis 14 Uhr vor den Geschäften gestanden und auf das Anliegen der Initiative aufmerksam gemacht.

"Total überrascht"

Und das mit Erfolg, wie Völker berichtet: "Wir haben die Leute gezielt angesprochen und waren total überrascht, wie gut das funktioniert hat." Viele der Passanten seien über das Thema bereits im Bilde gewesen und die Resonanz daher fast durchweg positiv ausgefallen. Einigen wenigen Kritikern, die auf die höheren Kosten der Erdverkabelung hingewiesen hätten, habe man mit Hinweisen auf die nahezu kostenneutrale Hochspannungs-Gleichstrom-Technik (HGÜ), die bereits vor Borkum Anwendung finde, begegnen können. Ansonsten aber hätte sich die überwiegende Mehrzahl der Angesprochenen hinter die Bürgerinitiative gestellt.

So kamen vor dem Edeka-Markt in Legden 496 Unterschriften zusammen, vor aldi weitere 164. Damit ist die Gesamtzahl der allein im Dahliendorf geleisteten Protest-Unterschriften auf deutlich über 1600 gestiegen. Zentral gesammelt werden sie demnächst mit denen aus weiteren Orten, um im Februar/März in Düsseldorf möglichst direkt an Ministerpräsident Jürgen Rüttgers oder die zuständige Landesministerin Christa Thoben übergeben zu werden, so Völker.

Bis zum 31. Januar

Die Unterschriftenaktion indes läuft noch bis zum 31. Januar. Bis dahin liegen Listen in den örtlichen Einzelhandelsgeschäften und den Geldinstituten aus, in die sich weitere Bürger eintragen können, um gegen die "Aufrüstung" der Überlandleitungen zu protestieren. mel

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