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Putzfrau hat Beamer und Smartphones in Müllbeuteln versteckt und gestohlen

Diebstahl vor Gericht

Die 54-jährige Angeklagte hat zwei Beamer und vier Smartphones ihres Arbeitgebers in Müllbeuteln aus dem Gebäude geschafft. Das gab sie auch zu, einen anderen Vorwurf wies sie zurück.

Legden, Ahaus

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

In Müllbeuteln hat eine Reinigungskraft Smartphones und Beamer aus den Räumen ihres Ahauser Arbeitgebers geschafft. Weil sie das gleich sechs Mal innerhalb von einem Monat so gemacht hat, musste sie sich nun wegen besonders schweren Diebstahls vor dem Amtsgericht Ahaus verantworten.

Den Diebstahl gab die 54-jährige Legdenerin auch unumwunden zu. „Aber ich habe das nicht gewerbsmäßig gemacht“, widersprach sie der Anklageschrift. Was mit den beiden Beamern und den vier Smartphones passiert ist, wollte sie aber nicht verraten. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung hat die Polizei nur noch einen Beamer gefunden. „Nicht gefunden“, widersprach die Angeklagte. „Ich habe alles, was bei mir war, freiwillig abgegeben.“

Dass die anderen gestohlenen Gegenstände verschwunden bleiben, ließ für den Richter nur einen Schluss zu: „Sie haben gewerbsmäßig gehandelt. Sie werden die Sachen ja wohl nicht umsonst abgegeben haben und selber hatten Sie keine Verwendung dafür. Sie haben sich so eine Einnahmequelle über einen längeren Zeitraum geschaffen.“

Taten sind auf Videoaufzeichnungen zu sehen

Bei dem Ahauser Softwareunternehmen, für das die 54-Jährige im Frühjahr 2018 als Reinigungskraft tätig war, sind zu dieser Zeit mehrere Dinge abhanden gekommen. „Für die anderen Fälle gibt es keine Videoaufzeichnungen, aber für diese sechs Fälle sind Sie aufgrund von Aufzeichnungen eindeutig überführt worden“, sagte der Richter.

Danach hat die Legdenerin ihren Job verloren. „Ich habe auf den letzten Lohn verzichtet, als Entschädigung“, erklärte sie dem Richter. Den Wert der gestohlenen Gegenstände, rund 1800 Euro, muss sie nun trotzdem an das geschädigte Unternehmen erstatten. Das hat der Richter in seinem Urteil festgelegt.

Bewährung und Geldstrafe

Außerdem hat er die 54-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten mit einer Bewährungszeit von drei Jahren verurteilt. In seiner Begründung fand er deutliche Worte: „Ihr Vorgehen war ziemlich dreist. Sie haben das Vertrauen Ihres Arbeitgebers missbraucht.“ Damit die Angeklagte, die mehrfach wegen Betruges, Unterschlagung und Diebstahls vorbestraft ist, aber auch nach der Bewährungszeit noch merkt, dass sie „etwas gemacht hat, was nicht in Ordnung war“, muss sie außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro zahlen.

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