Radweg an der K33 in Legden: Auf einem Teilstück wird es weiter eine Umleitung geben

rnRadweg Legden-Stadtlohn

Wenige Monate nach Baubeginn: Der Radweg an der K33 verspricht nach der Fertigstellung komfortables Radfahren. Auch, wenn auch weiterhin eine Umleitung durch die Bauerschaft gibt.

von Christin Lesker

Legden

, 10.12.2019, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon lange drängen die Anwohner auf eine Vollendung des Radweges an der Kreisstraße 33. „Wir sind froh, dass wir den Anwohnerinteressen jetzt nachgehen können", macht Dr. Kai Zwicker, Landrat des Kreises Borken, bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstagnachmittag deutlich.

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Im Oktober dieses Jahres begannen die Bauarbeiten für die neuen Radwegstücke. „Alles läuft soweit nach Plan", stellt Friedhelm Kleweken, Bürgermeister von Legden fest. Zuletzt wurde vor einem Jahr ein 1,2 Kilometer langes Stück Radweg auf Stadtlohner Gebiet, vom Kreisverkehr Büren Richtung Legden, gebaut. Nun werden zwei Stücke mit einer Gesamtlänge von 2 Kilometern ergänzt.

Eine Million Investition

Beide Radwegstücke befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Legden. Ein Teil von 780 Metern, ein anderer von 1090 Metern Länge. 2,5 Meter breit und asphaltiert wird der neue Radweg sein. „Man baut heute breiter als früher", erklärt Friedhelm Kleweken, "das bietet mehr Komfort." Mit Hilfe einer Holzbrücke überwindet der neue Weg auch die Dinkel, welche die Straße kreuzt.

„Das Radwegenetz im Kreis Borken ist sehr gut. Nahezu jede Kreisstraße ist mit einem Radweg bestückt", weiß der Landrat. „Dieses Stück fehlte noch, deshalb war es uns als Kreis besonders wichtig, hier noch auszubauen."

Rund 910.000 Euro werden in die insgesamt gut zwei Kilometer Radweg investiert. 70 Prozent dieser Investition fördert das Land. Die übrigen 30 Prozent teilen sich der Kreis Borken und die Gemeinde Legden zu gleichen Teilen.

Bereits vor 15 Jahren ist von Legden ausgehend das erste Stück Radweg gebaut worden. Seither werden die Radwege, von Stadtlohn und Legden ausgehend, aufeinander zulaufend ergänzt.

Verhandlungen laufen weiter

Aber: Auch nach dem voraussichtlichen Abschluss dieser Baumaßnahmen im Frühjahr 2020 ist kein durchgängiger Radweg von Legden nach Stadtlohn gegeben. „Die K33 verläuft über die Autobahn. Es wäre möglich, die Autobahnbrücke zu verbreitern und den Radweg darüber zu führen", macht Friedhelm Kleweken deutlich. „Das ist aber auch ein Kostenpunkt."

Ein Teil der geplanten Strecke verläuft zudem durch ein Gebiet, das sich in Privatbesitz befindet. Die Gemeinde bemüht sich um Verhandlungen mit dem Eigentümer. Klares Ziel sei es, das fehlende Teilstück in den nächsten Jahren zu ergänzen. „Wir bleiben weiter dran", verspricht Friedhelm Kleweken.

„An uns wird es nicht scheitern", stellt Kai Zwicker klar.

Provisorische Alternativstrecke

Bisher führte ein Teil des Weges von Stadtlohn bis zur Autobahn, ein zweiter von Legden zur Verbindung zum Schützenplatz. Mit den neu gebauten Wegstücken gibt es eine Lösung, auch ohne durchgängigen Radweg entlang der K33 problemlos mit dem Fahrrad von Legden nach Stadtlohn fahren zu können.

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Der Kreis bietet einen provisorischen Weg durch die angrenzende Bauerschaft. In diesem Sommer bauten die Schützen vom Schützenverein Beikelort-Isingort einen Radweg ausgehend vom Ende des neuen Radweges an der K33. Er führt entlang eines Ackers nahe dem Schützenplatz. Dieser Radweg endet auf einem Wirtschaftsweg, der widerum in die K33 mündet.

So ist ein sicherer Weg von Legden nach Stadtlohn gesichert. „In Kürze werden wir diese provisorische Umgehung auch auschildern", erklärt Friedhelm Kleweken.

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