Rat beschließt neues Hochwasserkonzept

Nach Überschwemmungen

Fünf Millionen Liter Wasser, so Berechnungen, sind vom 23. bis 25. Juni auf Legdens Gemeindegebiet heruntergeregnet. Überschwemmte Felder und Wiesen, vollgelaufene Keller und Wohnungen waren die Folge. Das Wasser besser zu kontrollieren, ist Sinn eines Hochwasserschutzkonzepts.

LEGDEN

, 13.12.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rat beschließt neues Hochwasserkonzept

Die Stauanlage an der Düstermühle ist nach Ansicht des Wasser- und Bodenverbandes nicht voll funktionsfähig. Bei Hochwasser kann der Mühlenbach stark ansteigen.

Erste Ergebnisse sollen bereits 2017 vorgelegt werden. So beschloss es der Gemeinderat einstimmig in seiner Sitzung am Montagabend. Alle Fraktionen folgten damit einem Antrag des Wasser- und Bodenverbands "Oberes Dinkelgebiet". Dessen Vertreter Alfons Büscher erklärte in der Sitzung: "Wir wollen mehr Sicherheit für die Bürger in Legden und Asbeck."

Zuallererst geht es darum, die Kommunikation unter den Eigentümern der vielen Stauanlagen, der Gemeinde, der Feuerwehr und dem Wasser- und Bodenverband zu verbessern. Dann kann im Ernstfall der Wasserfluss in den Mühlenbächen und der Dinkel besser kontrolliert werden.

Viele Fragen

Büscher gibt in seinem Antrag einige Fragen vor: Wann werden bei Starkregen welche Stauanlagen geöffnet? In welcher Reihenfolge? Wie sind die Zustände der Stauanlagen? An den Stauanlagen der Düstermühle und der Asbecker Mühle sei die Funktionalität nicht gewährleistet.

Generell fordert er eine technische Aufrüstung, damit Pegelstände besser erkannt werden können. Aber auch um die Schaffung von Überflutungsflächen wird es bei dem Konzept gehen.

Flächenversiegelung

Die UWG hatte einen ähnlich lautenden Antrag zurückgezogen und unterstützte den Antrag des Wasser- und Bodenverbandes. Für sie geht es darum, auch den Innenbereich einzubeziehen. Gerade die neuen Baugebiete wie Up’n Berge oder Roggenkamp bringen Probleme, da immer mehr Flächen versiegelt werden. So will die UWG auch die Regenwasser- und Kanalsysteme in beiden Ortsteilen in das Konzept einbeziehen.

Viele Einzelinteressen werden zur Sprache kommen, das machte bereits die Sitzung deutlich, bei der sich einige der Zuhörer zu Wort meldeten. Bürgermeister Friedhelm Kleweken begrüßte, dass mit Wasser- und Bodenverband, Bezirksregierung, landwirtschaftlichen Ortsvereinen, Kreis und Feuerwehr viel Sachverstand zusammentreffe. In einem Jahr, wie Büscher anfangs gefordert hatte, sei ein Konzept aber nicht machbar. Kleweken: "Der große Wurf wird länger dauern."

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