Rieke Fränkert war eben noch in Amerika, jetzt arbeitet sie im Legdener Jugendhaus Pool

rnJugendhaus Pool

Das Jugendhaus Pool in Legden hat Verstärkung. Rieke Fränkert macht hier ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin. Ihre Pläne reichen aber weiter.

Legden

, 10.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Johannes Kuiper ist froh. Wenn jetzt im Jugendhaus Pool das Herbstferienprogramm mit vielen Aktivitäten startet, ist Rieke Fränkert an seiner Seite. Die 19-jährige Legdenerin hat gerade ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin begonnen. Ein echter Glücksfall für den Leiter des Jugendhauses. Denn noch wenige Tage zuvor sah es so aus, als ob er dieses Jahr keine Unterstützung hätte.

Rieke Fränkert ist erst vor drei Wochen aus Amerika zurückgekehrt. Ein Jahr hat sie in einem kleinen Ort in New Jersey als Au Pair gearbeitet. Wieder zuhause in Legden hat sie zufällig erfahren, wie sie erzählt, dass im Pool die Stelle frei ist. Sie hat sich vorgestellt und wenige Tage später hatte sie ihren ersten Arbeitstag.

Stelle ist schwer zu besetzen

„Wir dürfen ausbilden“, sagt Johannes Kuiper. Am liebsten hat er Studienpraktikanten oder wie jetzt Erzieher im Anerkennungsjahr. Zuletzt war mit Yannick Dertmann ein FOS-Praktikant im Jugendhaus. Doch es ist jedes Jahr schwer, die Stelle zu besetzten. „Als kleiner Träger können wir nicht so viel zahlen wie beispielsweise ein Kindergarten. Deshalb sind wir nicht so attraktiv“, nennt Johannes Kuiper einen Grund.

Ein Kindergarten – das hätte Rieke Fränkert nicht gefallen. Dort als Erzieherin zu arbeiten, ist nichts für sie. Das hat sie bereits nach ihrer Schulzeit am Lise-Meitner-Kolleg in Ahaus entschieden. Nach dem Vollabitur dort ist sie im vergangenen Jahr erst einmal nach Amerika gegangen.

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Ihr Ziel ist es, zu studieren. Doch von Amerika aus war das nicht zu organisieren, „Für Soziale Arbeit hätte ich beispielsweise Praktika machen müssen“, erzählt sie. Statt jetzt ein Jahr auf eine Studienplatz zu warten und einfach zu jobben, hat sie sich entschieden, mit dem Anerkennungsjahr die Ausbildung zur Erzieherin abzuschließen.

Gute Erfahrungen in Amerika gemacht

Was sie dann in einem Jahr studieren wird, weiß sie noch nicht. Soziale Arbeit steht immer noch zur Debatte. „Vielleicht wird es auch etwas ganz anderes“, so Rieke Fränkert. Erst einmal konzentriert sie sich auf ihre neue Aufgaben im Pool. Und ein bisschen auch, wieder zuhause zu sein.

Denn das Amerikajahr war einfach toll. Rieke Fränkert, erzählt, dass sie sehr viel Glück hatte: „Ich war in einer Familie mit zwei Jungs, neun und 13 Jahre alt. Und ich hatte viel freie Zeit. Ich war praktisch jedes Wochenende in New York.“ Heimweh – nein, das hat sie nicht gehabt. Dafür hat sie ein neues Hobby mitgebracht: „Ich spiele jetzt Ukulele.“

Eltern in Amerika sind viel weniger streng

Im Jugendhaus Pool erzählt sie den Kindern und Jugendlichen von Amerika. „Das ist ein tolles Thema und gut, um eine Beziehung aufzubauen“, sagt Johannes Kuiper. Dass in Amerika die Kinder viel weniger streng erzogen werden, viel zu viele Geschenke und sehr viel Taschengeld bekommen, das werden sie gerne gehört haben.

„Hier kann man viel lernen“, sagt Johannes Kuiper über die Arbeit der Jahrespraktikanten im Pool. Rund 40 bis 50 Besucher werden im Schnitt täglich gezählt, die hier zwischen 15 und 21 Uhr ihre Freizeit verbringen. „Wie man auf eine Gruppe wirkt, wie man Projekte umsetzt, wie man sich behaupten kann – das ist ein breites Lernfeld hier“, sagt Johannes Kuiper und nennt als erste Herausforderungen, akzeptiert zu werden und Beziehungen aufzubauen.

Neue Medien sind gefragt

Dabei kann jeder seine eigenen Ideen umsetzen und dabei seine eigenen Vorlieben und Stärken aufgreifen. Ob sie Kindern Ukulele beibringen wird? Da zweifelt Rieke Fränkert doch sehr. Johannes Kuiper setzt eher auf ihren kreativen Umgang mit Neuen Medien. „Unser Instagram-Profil könnte wirklich mehr Abwechslung vertragen.“

Herbstferien im Jugendhaus Pool

  • In der ersten Woche der Herbstferien, 14. bis 18. Oktober, gibt es ein spezielles Programm.
  • Montag basteln Kinder und Jugendliche ab acht Jahren Halloween-Deko.
  • Dienstag steht eine Koch-Aktion ebenfalls unter dem Motto Halloween.

  • Mittwoch treffen sich Jugendliche ab 16 Jahren unter dem Motto „Fright Night“ zu einer langen Filmnacht mit Übernachtung.

  • Freitag, 14 bis 22 Uhr, fahren Jugendliche ab zwölf Jahren in den Movie Park nach Bottrop, Kosten: 25 Euro. Anmeldungen sind im Jugendhaus Pool, Nordring 37, möglich.
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