Schild am Parkplatz zeigt keine Wirkung

Dauerparker

Der Kleinlaster hat schon Wochen den kleinen Parkplatz an der Straße Lindert nicht mehr verlassen. Die hinteren Reifen sind platt. Aber auch rechts und links von ihm stehen häufig Klein-Laster. So berichtet es Ralf Sprey und zeigt empört auf das Schild. Demnach dürfen hier nur PKW parken.

LEGDEN

, 18.04.2016, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schild am Parkplatz zeigt keine Wirkung

Fahruntüchtig ist derzeit der Kleinlaster auf dem Parkplatz an der Straße Lindert. Stehen darf er dort sowieso nicht. Aber auch andere Firmenbullis parken hier.

Schon früher stellten hier Anwohner aus dem Baugebiet ihre betrieblichen Fahrzeuge ab. Damit sollte nach Ende des Straßenausbaus Schluss sein. Die Parkfläche wurde inzwischen mit Rasengittersteinen markiert und ist für drei Fahrzeuge ausgelegt. Kurz vor Ostern wurde dann das Schild aufgestellt, das die Fläche für Autos ausweist.

Seitdem beobachtet Ralf Sprey, wie ständig Kleinlaster parken - über Nacht und am Wochenende. Der Legdener, der 1997 einer der ersten war, der an der Straße baute, will das nicht hinnehmen.

Anruf beim Bürgermeister

Anrufe beim Bau- und Ordnungsamt, so sagt er, hatten keine Wirkung. "Es wurde nur ein Schild hingestellt, mehr nicht." Auch Bürgermeister Friedhelm Kleweken habe er angerufen. "Er sagte mir, die würden ja keinen stören", erzählt Sprey voller Entrüstung.

Ihn aber stören sie sehr wohl: "Wenn ich sage, wo ich wohne, heißt es schon mal: Ach da, wo die Schrottautos stehen." Nicht nur, dass ihm der Anblick auf der inzwischen schmucken Straße missfällt. Ihm geht es auch ums Prinzip. Er fährt selbst einen Firmenbulli, stellt diesen immer vor seinem Haus, Lindert 16, ab. "Wenn ich im Dorf parke, bekomme ich ein Knöllchen. Wenn hier einer sein Auto fünf Wochen stehen lässt, passiert nichts," sagt er, dass er im Baugebiet noch keine Politesse gesehen habe.

Nutzung vermeiden

Bürgermeister Kleweken erläuterte gestern auf Anfrage: "Als die Straße ausgebaut wurde, wurden auf Wunsch der Anwohner zusätzliche Parkplätze geschaffen." Probleme, wie jetzt von Ralf Sprey geschildert, würden im ganzen Dorfgebiet beobachtet. Es solle aber möglichst vermieden werden, dass die Stellplätze von gewerblich genutzten Fahrzeugen belegt werden.

Kleweken räumt ein: "Es ist eine Gradwanderung, wie man damit umgeht." Denn irgendwo müssten die Kleinlaster ja stehen. "Wir suchen eine pragmatische Lösung", betonte er. Bei dem nicht verkehrstüchtigen Fahrzeug ist die Sache dagegen eindeutig. Das Fahrzeug eines Schrott-Händlers ist ein Fall für das Ordnungsamt.

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