Schnelles Internet in den Außenbereichen Legdens soll kommen

Glasfaser oder Funk

Viele Minuten Lebenszeit vergeudet so mancher Legdener in den Bauerschaften, während er seinem Computer dabei zusieht, wie er eine Datei hochlädt. Vielleicht träumt er dabei vom schnellen Internet. Das soll nun auch in den Außenbereichen Realität werden. Die Gemeinde startet jetzt ein Interessenbekundungsverfahren.

LEGDEN

, 28.09.2016, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schnelles Internet in den Außenbereichen Legdens soll kommen

Glasfaser brachte schnelles Internet in die Ortskerne, jetzt soll der Außenbereich zukunftsfähig gemacht werden.

„Wir haben schon viele Anläufe gemacht“, sagt Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Doch jetzt geht es vorwärts beim Breitbandausbau im Außenbereich. Genau richtig kam ein neues Förderprogramm des Landes. Danach muss die Gemeinde zehn Prozent der Fördersumme, maximal 200 000 Euro, übernehmen. „Es ist eine einmalige Chance“, kommentiert Jürgen Göckemeyer, der für die Gemeinde das Thema bearbeitet.

Wie das schnelle Netz aufs Land kommt, steht noch nicht fest. Glasfaser, modernisierte Kabelnetze oder drahtlose Zugangsnetze, also Funk, sind drei Optionen.

Interessenbekundungsverfahren

Vom Gemeinderat hat sich Kleweken in der vergangenen Woche die Zustimmung geholt. Beim Interessenbekundungsverfahren, das in der kommenden Woche auf der zentralen Internetseite des Bundes (www.breitbandausschreibungen.de) veröffentlicht wird, können sich Unternehmen melden. „Was könnt ihr uns bieten und zu welchem Preis“, fasst Kleweken kurz die zentrale Frage zusammen. Vorgegeben sind nur wenige Eckdaten: 85 Prozent der Haushalte sollen 50 Megabit je Sekunde erreichen, 95 Prozent müssen 30 Megabit je Sekunde im Download erreichen. Gefördert wird am Ende die „Wirtschaftlichkeitslücke“, also die Differenz zwischen den Einnahmen und den Kosten für Netzaufbau und -betrieb berechnet auf sieben Jahre. „Ich bin guten Mutes, dass wir für Legden eine super Lösung hinkriegen“, so Kleweken.

Die Bewohner der insgesamt 350 Haushalte werden, anders als beispielsweise in Schöppingen, nicht befragt. Nicht nur, dass die Zustimmung aller Voraussicht nach sehr groß sein wird. Die Gemeinde trägt den Ausbau auf jeden Fall. „Wir wollten jetzt keine Zeit verlieren.“

Kosten stehen noch nicht fest

Ob auf die einzelnen Haushalte Kosten zukommen, steht noch nicht fest. Käme es beispielsweise zu einer Glasfaser-Lösung, könnte dies der Fall sein. „Die Förderung gilt nur auf öffentlichem Grund“, so Göckemeyer. Legden kann schnell in das neue Förderprogramm einsteigen, weil es bereits mit Blick auf Bundesförderprogramme tätig war. Gemeinsam mit den Gemeinden Heek und Schöppingen hat es ein Beratungsbüro aus Greven engagiert, das durch die Klippen der Verfahren führt und auch das technische Knowhow hat. Auch diese Beratung wird zu 100 Prozent gefördert.

Geht alles nach Plan, könnte Anfang 2017 die Ausschreibung folgen, im dritten Quartal wäre die Vergabe möglich, Zwei Jahre werden für den Ausbau veranschlagt.

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