«Schule» in den Ferien

Legden «Schlapp hat den Hut verloren, Nummer 16 hat ihn», tönt es von einem blonden Jungen. Die «Nummer 16» ist gerade kurz abgelenkt und reagiert nicht - was sehr zur Erheiterung der versammelten Kinder beiträgt: «Frau Frieding ist die 16. Sie hat ihren Einsatz verpasst und ist raus!»

04.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dies ist eine typische Szene aus der «Schule von acht bis eins» der Brigidengrundschule Legden, die die Vormittage der angemeldeten Kinder bis gestern auch in den Ferien füllte.

Schule in den Ferien? Für viele Kinder stellt diese Vorstellung mehr ein Schrecknis als Ferienspaß dar. Für die Kinder, die die «Schule von acht bis eins» besuchen, ist es aber genau das: Spaß und Unterhaltung an den Vormittagen der ersten zwei Ferienwochen. «Ich finde es super hier, weil ich immer mit anderen Kindern zusammen bin und wir viele Spiele machen», berichtet Michael.

Ein volles Programm hatten die Kinder wirklich: Sie bastelten Traumfänger, veranstalteten ein gesundes Frühstück, waren im Wald, auf dem Bauernhof und vieles mehr. Birgit Geng, Vorsitzende des Fördervereins, erklärt: «Bei vielen Kindern sind beide Eltern berufstätig und können sich nicht die ganzen Ferien lang frei nehmen. Trotzdem wollen sie, dass ihre Kinder morgens betreut werden.» Diese Möglichkeit bietet die «Schule von acht bis eins» den Eltern in den ersten beiden Ferienwochen.

Auch im regulären Schulalltag hat das Angebot seinen festen Platz gefunden. «Wenn die Schüler zum Beispiel nur vier Stunden haben, ihre Eltern aber erst um eins nach Hause kommen, können die Kinder den Rest der Zeit hier verbringen und mit den anderen Kindern und Betreuern spielen», so Birgit Geng.

Normalerweise nutzen 50 Schüler vom ersten bis zum vierten Schuljahr das Angebot, in den Ferien waren es 21 Schüler. Finanziert wird die Betreuung zum Teil aus Landesmitteln sowie aus den Beiträgen der Eltern.

Die Anmeldungen für das nächste Jahr der «Schule von acht bis eins», die schon im Mai liefen, haben gezeigt, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen am Vormittag unverändert groß ist, denn: «Wir sind wieder einmal komplett ausgebucht», freut sich Birgit Geng. rw

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