Spielplatz an der Doppelturnhalle bleibt

Gemeinde Legden stellt Konzept vor

"Dann bleibt es so, wie es ist", sagte Bürgermeister Friedhelm Kleweken am Ende und bekam dafür viel Beifall. Die Schließung des Spielplatzes an der Doppelturnhalle ist damit vom Tisch. Vor allem wegen dieses Plans waren viele Eltern und Nachbarn zur Informationsveranstaltung zum Spielplatzkonzept der Gemeinde gekommen.

Legden

, 18.05.2017, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tanja Rudde aus dem Bauamt hatte am Mittwochabend in der Aula der Brigidenschule eingangs das Konzept vorgestellt. "Qualität statt Quantität" lässt sich das Vorhaben für die kommenden Jahrzehnte kurz zusammenfassen. Einige Spielplätze sollen abgebaut werden. Dafür plant die Gemeinde einen großen Mehrgenerationenspielplatz. Gestern waren zum gleichen Thema Asbecker Eltern ins Dormitorium eingeladen.

Schulhof kein Ersatz

"Warum wird der Spielplatz Egelborger Feld mit nur zehn Kindern im Einzugsgebiet aufgewertet und der Spielplatz an der Doppelturnhalle geschlossen," brachte es eine Zuhörerin auf den Punkt. Die Fläche an der Wibbeltstraße ist gut einsehbar, sicher eingezäunt, sie wird auch von Eltern genutzt, die ihre Kinder zur Turnhalle bringen und mit Geschwisterkindern warten - so die Argumente für den Standort. Dass die Spielgeräte auf dem Schulhof der Brigidenschule ein guter Ersatz seien, wurde von Müttern vehement zurückgewiesen. Außerdem würden mit dem neuen Baugebiet Up’n’Berge bald noch mehr Kinder den Spielplatz nutzen.

Generell kam die Idee, Spielplätze aufzugeben, nicht gut an bei den rund 50 Besuchern. Lediglich den Platz Roßmöllerhook neben K+K will niemand. "Das ist ja nur ein Hundekotplatz", so eine Legdenerin.

Prüfung dauert eineinhalb Tage

Einsparungen - das sagte Kleweken ganz deutlich - sind ein Grund für die Pläne. Immerhin eineinhalb Tage, so Tanja Rudde, ist ein Mitarbeiter des Bauhofs in jeder Woche damit beschäftigt, die Spielplätze zu kontrollieren. Und Neuanschaffungen sind teuer. Rund 11000 Euro, ohne Montage, kostet beispielsweise das Quadrifol, das am Niehuskamp aufgebaut wird.

Aufmerksam verfolgten die Nachbarschaften die Diskussion. Zum Mühlenkamp hieß es, die Nachbarschaft sei beim Rückbau der Geräte sicher nicht mehr bereit, weiter die Fläche zu pflegen. Auf der anderen Seite gab es auch Signale, sich zu engagieren. Sogar der Bau neuer Spielgeräte wurde angekündigt.

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