Thea und Ronja waren extra mit Mutter Maike Neumeister aus Köln angereist. Die neue große Krippe kam bei den Geschwistern bei der Eröffnung des Weihnachtsgartens am Samstag besonders gut an. © Michael Schley
Dahliengarten

St. Brigida strahlt: Funke springt auf Besucher des Weihnachtsgartens über

Die sich zuspitzende Corona-Lage lässt keinen Weihnachtsmarkt in Legden zu. Die adventliche Einstimmung liefert der Weihnachtsgarten. Das Team des Dahliengartens schafft besondere Momente.

Ronja und Thea strahlen: Eine der neuen Attraktionen des Weihnachtsgartens, eine überdimensional große Krippe direkt neben dem großen Weihnachtsbaum, erleben die Kinder quasi auf Augenhöhe. Gemeinsam mit Mutter Maike Neumeister sind die Geschwister aus Köln angereist, um die besondere Atmosphäre des Weihnachtsgartens in Legden zu genießen. Begleitet von Oma und Opa aus Stadtlohn. „Das ist gerade für die Kinder hier toll“, findet Maike.

Der Funke sprang am Samstag von der illuminierten Brigida-Kirche in den Weihnachtsgarten über.
Der Funke sprang am Samstag von der illuminierten Brigida-Kirche in den Weihnachtsgarten über.

Und exakt für diese leuchtenden Kinderaugen hätten sich die Mühen im Vorfeld schon gelohnt, berichtet Gerda Bogenstahl, die Vorsitzende des Dahliengartenvereins. Die letzten zwei Tage vor der Eröffnung am Samstag seien rund 20 ehrenamtliche Helfer damit beschäftigt gewesen, dieses weihnachtliche Ambiente zu schaffen. Mit Erfolg.

Besucher zeigen sich diszipliniert bei der 2G-Kontrolle

Am späten Nachmittag geht es diszipliniert zu: Am Eingang zum Dahliengarten wird der 2G-Status kontrolliert, darauf erhält jeder Besucher ein Bändchen. Der weitläufige Garten entzerrt. „Und wir sind an der frischen Luft“, erklärt Gerda Bogenstahl. „Das ist schon super gemacht“, findet auch Henning Gerling.

Auf den Inhalt der Wundertüten freut sich Pauline Rudde. Nur eine der Überraschungen am Stand von Martina Röhring vom Team des Dahliengartensvereins.
Auf den Inhalt der Wundertüten freut sich Pauline Rudde. Nur eine der Überraschungen am Stand von Martina Röhring vom Team des Dahliengartensvereins. © Michael Schley © Michael Schley

Rund 60 Krippen können die Besucher bei der fünften Auflage noch bis zum 6. Januar täglich bis 20 Uhr im Dahliengarten besichtigen. Äußerts vielfältig und fast ausschließlich gespendet, berichtet Marianne Brinkmann vom Dahliengartenverein. So gibt es gleich zu Beginn diejenige Krippe zu sehen, die letztlich den Ausschlag für die Krippenausstellung gegeben hatte.

Kinder spricht sicher ein Exemplar aus Playmobil besonders an, Erwachsene interessierten sich womöglich mehr für eine orientalische. Auch Kindergärten bringen sich ein, eine Krippe wurde gar aus einem alten Klettergerüst erstellt. Zwischen den Krippen wurde zahlreiche weitere Hingucker platziert, zum Beispiel ein Modell des Weihnachtsdorfes, eingefasst auf ein Kräuterbeet.

„Wir wollten einen Ort mit besinnlicher Stimmung schaffen“

„Wir freuen uns einfach, dass der Dahliengarten auch in den Wochen, in denen es keine Dahlien zu sehen gibt, eine Nutzung erfährt. Zu spüren sei, dass sich viele einfach freuten, in diesen Zeiten und bei der Absage vieler größerer Märkte spazieren gehen zu können.

„Dafür wollten wir einen Ort mit besinnlicher Stimmung schaffen“, so Gerda Bogenstahl. Und die erste Resonanz ist am Eröffnungstag durchweg positiv: „Das gehört hier auch einfach hin“, meint Henning Gerling.

Ganz besondere Spezialitäten wie die Wildschweinkrakauer wurden vom Grill serviert.
Ganz besondere Spezialitäten wie die Wildschweinkrakauer wurden vom Grill serviert. © Michael Schley © Michael Schley

Mit einsetzender Dämmerung verstärkt eine weihnachtliche Beleuchtung die Atmosphäre weiter. Die St.-Brigida-Kirche strahlt von außen und „grüßt“ so die Besucher des Weihnachtsgartens. Der Funke springt über. Ein örtlicher Veranstaltungstechniker habe umgehend seine Unterstützung zugesagt, merkt Gerda Bogenstahl an. Auch sie habe sich besonders auf den Moment gefreut, an dem die Beleuchtung eingeschaltet würde.

Pauline Rudde hat unterdessen die Chance genutzt, zwei Wundertüten am Stand von Martina Röhring zu erwerben. Nur zwei der Überraschungen, die das Team des Dahliengartens überwiegend selbst geschaffen hat. Wundertüten gebe es für Mädchen und Jungs – und sogar für Kleinkinder. Der erste Eindruck am Samstagabend sagt: „Zu Rennern könnten sich die Wichtel und die Kugelbäume entwickeln.“

Wildschweinkrakauer mit Käse vom Grill

Überraschungen gibt es auch vom Grill, die wichtige Stärkung nach dem ausgiebigen Gang durch die Ausstellung: Dort sind es Wildschweinkrakauer mit Käse oder auch Wildburger, die dort in der Gunst der Besucher stünden. Mit einsetzender Dunkelheit füllt sich das weitläufige Areal langsam. Doch das Gefühl, dass es eng werden könnte, stellt sich nicht ein. Dafür sorgen allein schon die Abstände zwischen den ausgestellten Krippen.

Mit einsetzender Dämmerung und mit Einschalten der Beleuchtung steigerte sich noch einmal das besinnliche Erlebnis im Dahliengarten. Neben den Krippen gibt es dort weitere Hingucker.
Mit einsetzender Dämmerung und mit Einschalten der Beleuchtung steigerte sich noch einmal das besinnliche Erlebnis im Dahliengarten. Neben den Krippen gibt es dort weitere Hingucker. © Michael Schley © Michael Schley

Längere Schlangen bilden sich auch gegen Abend nicht am Eingang, dem einzigen zum Garten. Viele nutzen auch die Gelegenheit, die Hütten davor zu besuchen oder einen Blick in die Brigida-Kirche zuwerfen. Auch von innen ist diese illuminiert – das Ambiente steigert besinnliche Musik.

Spätestens jetzt springt der „weihnachtliche Funke“ über. Einer dieser kleinen Momente, die auch vergessen lassen, dass in diesem Jahr auf Weihnachtsmarkt und Advents-Anklingen verzichtet werden muss.

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.