Streit im Legdener Schul- und Jugendausschuss um die Ferienbetreuung

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Eigentlich wollte Bürgermeister Kleweken nur die Übersicht zur Ferienbetreuung vorstellen. Doch die SPD hatte Diskussionsbedarf. Sie vermisst die Umsetzung eines Beschlusses aus 2017.

Legden

, 31.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast hätte Sigrid Goßling, SPD-Fraktionsvorsitzende, auf den Tisch gehauen. „Warum ignorieren Sie Beschlüsse des Rates?“, so ihr Vorwurf an Bürgermeister Friedhelm Kleweken in der Sitzung des Schul-, Sport-, Jugend- und Kulturausschusses am Montag im Dormitorium.

Es geht um die Ferienbetreuung und die Ferienfreizeiten in Legden und Asbeck. Bürgermeister Friedhelm Kleweken wollte ursprünglich nur kurz über die Gespräche mit den Beteiligten berichten. Sie haben gemeinsam die verschiedenen Aktivitäten und die jeweiligen Zeiten festgelegt. Acht verschiedene Akteure machen Angebote in den Schulferien.

Ratsbeschluss von 2017

Bereits 2017, so Sigrid Goßling, habe allerdings der Rat beschlossen, eine Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung, OGS, Förderverein, Jugendhaus, Kirche, Vereinen und interessierten Eltern zu gründen, um ein Konzept für die Ferienbetreuung zu erarbeiten. Zudem sollten die Eltern befragt werden, wie groß der Bedarf ist. Das sei schon 2018 nicht geschehen. „Und jetzt ist es wieder passiert“, so Sigrid Goßling. Auch Gerd Heuser, UWG-Fraktionsvorsitzender, schloss sich der Kritik an.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken zeigte sich unbeeindruckt: „Sie wollen mitreden. Gut, wir werden Sie das nächste Mal einladen“. Eltern seien ja als Vertreter der Vereine sowieso schon bei den Gesprächen dabei.

Bedarf muss bei Elternbefragung ermittelt werden

Das reichte der SPD nicht. Sigrid Goßling sagte, es gebe weiterhin Eltern, die in den Sommerferien vier Wochen Urlaub nehmen müssten. Der Bedarf müsste konkret ermittelt, Eltern beteiligt werden. Gabi Uppenkamp, CDU-Vorsitzende, hatte Bedenken: „Jedes Angebot mehr wird kosten.“

Bislang hat die OGS an der Brigidenschule Ferienbetreuung zwei Wochen in den Sommerferien und eine Woche in den Herbstferien angeboten. Diese wurden von 23 bis 27 Kindern pro Woche besucht.

Dazu gibt es Ferienlager und Ferienspiele von Ferienlager Asbeck (CAJ), Germania Asbeck und anderen Asbecker Vereinen, Jugendhaus Pool, Kolpingsfamilie Legden, Pfarrjugend, SuS und Ski-Freizeit (CAJ). Die komplette Übersicht findet sich auf der Homepage der Gemeinde Legden.

Neue Situation durch neuen Träger der OGS

Die Situation könnte sich ändern, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Die OGS hat mit dem Kolping-Bildungswerk einen neuen Träger. „Es könnte das Förderangebot sogar über sechs Wochen organisieren.“ Darüber könne in der nächsten Sitzung des Ausschusses im Februar gesprochen werden.

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