Technischer Fortschritt im Klassenzimmer

Modernes Lernen

Hier muss Lernen einfach Spaß machen. Im naturwissenschaftlichen Raum der Sekundarschule ersetzt ein interaktives Whiteboard die Tafel und über ein absenkbares System haben die Schüler Gas und Strom am Tisch.

Legden

30.11.2017, 18:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Friedhelm Kleweken (l.) und Schulleiter Axel Barkowsky im naturwissenschaftlichen Raum der Sekundarschule. An den Stationen gibt es Strom- und Gasanschlüsse und auch ins Internet kommt man von dort aus.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken (l.) und Schulleiter Axel Barkowsky im naturwissenschaftlichen Raum der Sekundarschule. An den Stationen gibt es Strom- und Gasanschlüsse und auch ins Internet kommt man von dort aus. © Ronny von Wangenheim

Die Gemeinde Legden hat 85000 Euro in den Fachraum am Legdener Standort der Sekundarschule Legden Rosendahl an der Weishauptstraße investiert. Es hat etwas länger gedauert als geplant. „Wir hatten die Wahl zwischen einem guten und einem sehr guten Ergebnis“, erläutert Schulleiter Axel Barkowsky.

Multifunktional


Sehr gut: Das heißt, dass eine Deckentechnik eingesetzt wird. Die neun Stationen mit Gas- und Stromanschlüssen sowie Zugang zum Internet fahren bei Bedarf von der Decke herunter. Das hat den Vorteil, dass der Raum auch für anderen Unterricht benutzt werden kann. „Damit ist es wirtschaftlicher“, sagt Bürgermeister Friedhelm Kleweken, dass sich die höhere Investition auch rechnet.

Statt der Tafel gibt es jetzt ein Active-Board. Man kann darauf schreiben, sich Filme ansehen, ins Internet gehen oder auch die Arbeitsblätter der Schüler riesengroß abbilden. Was Schüler oder Lehrer notiert haben, wird am Ende nicht einfach abgewischt, sondern kann gespeichert und in der nächsten Stunde wieder aufgerufen werden.

In den Sommerferien wurde die alte Technik aus den 1980er-Jahren ausgebaut. Nach Verzögerungen durch die Firma kam dann in den Herbstferien die neue Technik. „Die Lehrer und die Schüler sind begeistert“, berichtet Axel Barkowsky. Hier lernen die 120 Fünft- und Sechstklässler Naturwissenschaften und betrachten dabei Physik, Biologie und Chemie gleichermaßen.

Schüler begeistern

Fächerübergreifend denken, forschen und arbeiten ist in diesem Bereich gut möglich. „Mit guter Ausstattung kann man Schüler einfach besser für das Fach begeistern“, sagt Axel Barkowsky und verweist noch auf den leicht verschiebbaren Lehrertisch und den Rauchabzug für die Versuche.

Theoretisch könnten Schüler Computer an die Stationen anschließen, die wiederum mit dem Active-Board verbunden sind. Das ist noch Zukunftsmusik. Doch schon 2018 geht die Schule einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung. Dann sollen Netzwerkverbindungen und W-Lan in allen Räumen verfügbar sein. Friedhelm Kleweken: „Die Digitalisierung der Schulen ist ein wichtiges Thema. Dafür schaffen wir die Infrastruktur.“

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