Tennis Club setzt auf Landesförderung, um seine Plätze zu sanieren

rnModerne Sportstätten

Das Landesprogramm „Moderne Sportstätten“ sieht 300.000 Euro für Legden vor. 80.000 Euro soll der Tennis Club Legden bekommen. Mit dem Geld hat der Verein einiges vor.

Legden

, 11.10.2019, 15:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hans-Joachim Dresemann sagt ganz klar: „Dieser Fördertopf ist ein Segen für uns.“ Denn Investitionen, so der Vorsitzende des Tennis Clubs Legden, sind sonst für so einen kleinen Verein nur durch ganz viel Eigenleistung möglich. So beim Umbau des Clubheims und Umkleidegebäudes vor zwei Jahren. Für eine Sanierung der vier Plätze war bisher kein Geld da.

Alle vier Plätze sind in die Jahre gekommen. Platz 3 und 4 stammen aus den 90er-Jahren, die anderen Plätze sind noch älter. „Wir haben sie nur durch jährliche Instandsetzung spielfähig gehalten“, erläutert Hans-Joachim Dresemann. Dann wurde immer die obere Ascheschicht abgetragen und erneuert.

Verletzungsgefahr für Spieler

„Es kommt von unten Lavagestein hoch. Das sorgt für eine Verletzungsgefahr für die Spieler“, erläutert der Legdener, dass mehr getan werden muss. Mit den Fördermitteln des Landes sollen jetzt die Plätze für 55.000 Euro von Grund auf, also auch mit der Erneuerung des Unterbaus, saniert werden.

Zurzeit werden die Angebote eingeholt. Wenn das Land das Portal für die Anträge öffnet, wird der Tennis Club seinen Antrag stellen. „Wir rechnen mit einer Zusage nicht vor 2020“, so der Vorsitzende. „Wir können noch einmal ein Jahr mit einer normalen Instandsetzung überbrücken. Im Herbst 2020 wollen wir dann die Plätze sanieren.“

  • Vom Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ profitieren können nur Vereine mit vereinseigenen Sportstätten oder mit langjährigen Pachtverträgen.
  • Das sind in Legden der Tennis Club und der Zucht-, Reit- und Fahrverein Legden und Umgebung.
  • Um die Voraussetzungen zu erfüllen, wurde der Pachtvertrag des Tennis Clubs, der seit 1984 besteht und seit 2009 stillschweigend verlängert wird, offiziell bis 2049 verlängert.
  • Die Verteilung der Summe hat der Gemeindesportverband Legden-Asbeck entschieden. Ihm gehören sechs Vereine an.

Der Verein hat zurzeit 111 aktive Mitglieder und 16 Kinder und Jugendliche. „Wir wachsen kontinuierlich“, so Hans-Joachim Dresemann, „allein in diesem Jahr gab es elf Anmeldungen.“ Auch das Vereinsleben sei lebendiger geworden. Allein beim Saisonausklang waren 50 bis 60 Mitglieder aller Generationen dabei, viel mehr als in den Vorjahren, sagt Dresemann.

Aktivitäten auch in den Wintermonaten geplant

Geselliges Beisammensein soll deshalb auch in den kälteren Monaten möglich sein, wenn der Spielbetrieb ruht. „Wir denken an Raschelgang oder Doppelkopfspielen“, nennt Dresemann erste Ideen des aktuellen Vorstands. Auch deshalb sollen weitere 15.000 Euro in die Wärmedämmung des Clubheims fließen. Diese war bei dem Umbau finanziell nicht möglich. Ist das Haus wärmegedämmt, kann es auch bei kälteren Temperaturen genutzt werden.

Geplant ist auch, einen barrierefreien Zugang zum Clubheim und die Terrasse zu ermöglichen. Mit Kinderwagen und Rollatoren ist das derzeit über die geschotterte Fläche nicht möglich. „Wir haben einige ältere Damen, die ihren Söhnen beim Spiel zusehen“, erzählt Hans-Joachim Dresemann.

„Tennissport erlebt eine Renaissance“

Mit der Entwicklung des Vereins ist der Vorsitzende sehr zufrieden. „Tennissport erlebt eine Renaissance“, sagt er. Jüngere Menschen hätten den Tennis-Sport für sich entdeckt. „Man hat schnelle Erfolge und kann den Sport bis ins hohe Alter ausüben“, nennt er Argumente.

Dafür tut der Verein auch einiges. Interessierte können ein Schnuppertraining absolvieren. Und an der Grundschule, so Dresemann, gibt es dank eines Sponsors auch eine Tennis-AG.

Auch sportlich sieht es gut aus. Insgesamt sind neun Mannschaften gemeldet. Im Frühjahr und Herbst werden jeweils zwei Turnierwochenenden angeboten, die auch Spieler aus der weiteren Umgebung gerne besuchen. „Das hat sich rumgesprochen.“

Viele Meldungen für Turniere

Zuletzt 40 Anmeldungen bei den Herren 40, 30 bei den Damen 40 – das gebe es nicht so schnell woanders, so der Vereinsvorsitzende. Er begründet den Erfolgder „Legden Open“ auch damit, dass sich ein Team von fünf, sechs Leuten um diese Turniere kümmere.

Für die Zukunft gibt es noch weitere Ideen und Träume, so Hans-Joachim Dresemann. So wäre eine Flutlichtanlage für mindestens zwei Plätze, besser für alle wünschenswert. Dresemann denkt daran, dass bei einer eventuellen Abschaffung der Sommerzeit die Abende im Sommer früher dunkel werden.

Gedacht wird auch an eine Paddle-Feld. Paddle-Tennis ist in Südeuropa beliebt, liegt aber auch bei uns vor allem bei Jüngeren im Trend. Hier wird auf einem kleineren Feld mit kurzen Schlägern gespielt.

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