Umbaumaßnahmen machen barrierefreies Lernen möglich

Sekundarschule

Mehrere Stufen führen hinauf zur Eingangstür der Sekundarschule Legden-Rosendahl. Im Inneren versperren schwere Türen den Weg und die Klassenräume in den oberen Stockwerken sind nur über das Treppenhaus zu erreichen. Das alles sind Hindernisse für Rollstuhlfahrer. In der Sekundarschule wird deswegen in den Ferien umgebaut.

LEGDEN

, 08.07.2015, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umbaumaßnahmen machen barrierefreies Lernen möglich

Demnächst wird nicht nur der Unterricht in der Sekundarschule auf Inklusion ausgerichtet sein, sondern auch das Gebäude selbst.

Im neuen Schuljahr wird nämlich eine Schülerin, die auf den Rollstuhl angewiesen ist, die Sekundarschule in Legden besuchen. Bisher ist die Schule allerdings nicht an ihre Bedürfnisse angepasst. Aus diesem Grund sind die Umbaumaßnahmen notwendig. Große und aufwendige Bauarbeiten fallen dabei nicht an, es seien lediglich kleinere Renovierungsarbeiten geplant, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Eine wichtige Neuanschaffung ist zum Beispiel ein Treppenlift, der den Zugang zu den oberen Stockwerken auch mit dem Rollstuhl ermöglicht. An den drei Haupttüren werden außerdem elektromechanische Türöffner nachgerüstet, die dafür sorgen, dass sich die Türen per Knopfdruck öffnen lassen.

Türöffner und Rampen

"Diese Türen sind sehr schwer. Für die Schülerin im Rollstuhl ist es deswegen nicht möglich, sie alleine zu öffnen", erklärt Kleweken. Dieses Problem gebe es bei den leichteren Klassentüren nicht. Der Öffnungsmechanismus ist somit nur an den Eingangstüren und den schweren Zwischentüren in den Fluren notwendig.

Eine weitere Maßnahme ist die Anschaffung von mobilen Rampen. Diese liegen auf vorhandenen Stufen und Schwellen, um sie überwindbar zu machen. Theoretisch können sie jederzeit bewegt werden, dies sei aber nicht geplant und auch nicht notwendig, so Kleweken. Insgesamt sechs dieser Rampen werden in der Schule angebracht. Außerdem wird noch eine Behindertentoilette zusätzlich zu den bereits bestehenden Toiletten entstehen.

Inklusion wichtig

"Im Zuge der Inklusion sind diese Arbeiten sehr wichtig, um Schülern den Schulalltag zu erleichtern", sagt Kleweken. Im März 2009 haben sich alle Bundesländer dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderung einen Zugang zum allgemeinen Schulsystem zu ermöglichen. Seitdem setzt sich auch die Sekundarschule für die Inklusion ein. "Menschen mit Behinderung werden von Anfang an wahrgenommen, anerkannt und selbstverständlich angenommen", heißt es auf der Internetseite der Schule.

Die Renovierungsarbeiten sollen in der nächsten Woche beginnen und noch in den Sommerferien beendet werden. Die Kosten liegen nach Angaben des Bürgermeisters bei rund 40000 Euro. Finanziert werden die Arbeiten über den Gemeindehaushalt.

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