Umgestaltung des Dorfteichs kann beginnen

Aus Seeröschenschlaf geweckt

Der Zuwendungsbescheid ist noch nicht im Rathaus angekommen. Dafür aber die Erlaubnis der Bezirksregierung, trotzdem schon mit den Arbeiten zu beginnen. Der Dorfteich Asbeck soll zu einem „lebendigen Biotop im Ortskern“ werden. Endlich.

ASBECK

, 30.09.2016, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umgestaltung des Dorfteichs kann beginnen

Um an den Teich zu kommen, mussten sich Berthold Langehaneberg, Friedhelm Kleweken und Helmut Schiermann (v.l.) durch Laubhaufen kämpfen. Hier werden bald Treppenstufen bis zum Wasser führen.

Wo jetzt noch Wellblechgaragen stehen, Autos parken und manchmal der Bus wendet, wird der Beton verschwinden und ein Weg bis zum Wasser führen. Der Blick wird frei sein auf den Dorfteich, der jetzt hinter den hässlichen Gebäuden und unter einer Decke aus Seerosen verschwindet.

Es ist eines der ersten Projekte, die im neuen Leader-Prozess 2014-2020 umgesetzt werden. Noch im Herbst soll es losgehen, im kommenden Frühjahr, wenn die letzten Pflanzen eingesetzt sind, wird alles fertig sein.

Kneipptreten

„Stufen gehen bis zum Wasser. Daneben wird Frischwasser in einer Rinne in den Teich geführt“, erläutert Bauamtsleiter Helmut Schiermann bei einem Ortstermin. „Hier kann man dann Kneipptreten.“ Das Wasser kommt nicht, wie vor Jahren geplant, aus dem Mühlenbach, sondern wird über eine Pumpe gefördert. Sie wird in dem Häuschen untergebracht, das als einziges stehen bleibt.

Sitzgelegenheiten, Stellplätze für Fahrräder, ein mit Cortenstahl eingefasster Teichrand – so sehen die Pläne aus. Später könnten hier Skulpturen oder Spielgeräte installiert werden. Außerdem wird der Dorfteich entschlammt und ein Großteil der Teichrosen soll auch verschwinden. „Dazu müssen wir mit dem Angelsportverein sprechen“, erläutert Schiermann, dass hier noch Fisch leben. 

Ein attraktiver Ort zum Verweilen wird es werden – so sehen es Bürgermeister Friedhelm Kleweken und Berthold Langehaneberg (CDU), der sich im Regionalrat Münster für den „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ eingesetzt hat.

Skulpturenroute

„Wir haben die Skulpturenroute gleich mit beantragt“, sagt Kleweken. Die „Skulp Tour A“ wird rund drei Kilometer lang durch Asbeck führen. Start könnte am Teich beim Ritter Bruno von Asbeck sein. Vorbei geht es an Naturdenkmälern wie der Dicken Linde, Bildstöcken und Kreuzwegstationen, aber auch an der historischen Zapfsäule und dem Stiftsmuseum.

Außerdem werden neue Skulpturen aufgestellt. Drei sind erst einmal geplant. Weitere sollen folgen. Dabei soll mit dem Heimatverein zusammengearbeitet werden, der im Dormitorium regelmäßig Künstler präsentiert.

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