UWG kann Sanierungskonzept für das Kopfsteinpflaster nicht durchsetzen

rnKopfsteinpflaster

Die UWG beklagt den „desolaten“ Zustand des Kopfsteinpflasters in der Gemeinde. Sie verlangt ein Sanierungskonzept statt Stückwerk. CDU und SPD wollen dafür keine 20.000 Euro bereitstellen.

Legden

, 27.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Kopfsteinpflaster prägt den den Asbecker Ortskern und auch markante Plätze wie den Busshook und Hahnenhook in Legden. Was das Auge erfreut, ist für manchen Fuß ein Problem. „Der desolate Oberflächenzustand des Pflasters im Fahrbahn- und Gehwegbereich im Ortskern Asbeck und Legden sind hinreichend bekannt“, erklärte der UWG-Fraktionsvorsitzende Gerd Heuser in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen der Gemeinde Legden. Nach Ansicht der UWG braucht die Gemeinde ein strategisches Sanierungskonzept, um das Problem systematisch anzugehen.

Punktuelle Arbeiten reichen nach Ansicht der UWG nicht aus

„Das Konzept soll neben der Mängelanalyse Lösungsvorschläge und die jeweiligen Kostenabschätzungen zur weiteren Entscheidungsfindung unterbreiten“, heißt es im Antrag der UWG. „Denn die bisherigen punktuellen Reparaturarbeiten haben sich als unzureichend und wenig vorteilhaft erwiesen“, so Gerd Heuser.

Des Weiteren seien „Maßnahmen zur Ertüchtigung der Gehwege zur Nutzung insbesondere von Kindern und mobilitätseingeschränkten Menschen“ zu erarbeiten. Für die Erstellung des Konzepts, so der Antrag der UWG, solle die Gemeinde 20.000 Euro bereitstellen.

Bei CDU und SPD stieß dieser Vorschlag auf wenig Resonanz. „Warum brauchen wir ein Konzept?“, fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kockentiedt. „Wir haben das Problem ja schon seit Jahren im Blick.“ Er erinnerte daran, dass die Gemeinde schon 2015 ein Gutachten für das Kopfsteinpflaster in Asbeck in Auftrag gegeben hat. „Die Kopfsteinpflaster wurden als relativ gut beschrieben.“ Und bei Teilschäden komme die Gemeinde ihrer Verantwortung immer nach.

Zusätzliches Konzept wäre nach Ansicht der SPD „doppelt gemoppelt“

Ein neues Sanierungskonzept wäre „doppelt gemoppelt“, meinte auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Sigrid Goßling. Sie führte das Mobilitätskonzept an, das der Gemeinderat auf den Weg gebracht hat. Das Mobilitätskonzept sei gerade neu ausgeschrieben worden erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Eine erste Ausschreibung im Jahr 2018 war ohne Resonanz geblieben. Kleweken: „Die Ingenieurbüros haben zu viel Arbeit.“

UWG will den Fokus auf bautechnische Sanierungsfragen legen

Für Gerd Heuser aber sind das Sanierungskonzept und das Mobilitätskonzept aber zwei verschiedene Paar Schuhe. „Uns geht es um bautechnische Dinge und nicht um allgemeine Mobilitätsfragen.“ Die 20.000 Euro seien gut investiertes Geld: „Mit einer nachhaltigen Konzeptidee lässt sich langfristig Geld sparen.“ Heribert Telgmann (UWG) ergänzte, dass das 2015er-Gutachten für das Asbecker Kopfsteinpflaster „längst überholt“ sei.

Am Ende aber lehnte der Ausschuss für Planen und Bauen den UWG-Antrag, 20.000 Euro für das Sanierungskonzept in den den Haushalt 2019 einzuplanen, mit den Stimmen von CDU und SPD ab.

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