UWG will ihren Kurs halten

Völlig überraschend trat vor zwei Wochen der UWG-Fraktionsvorsitzende Heinz Gausling zurück. Inzwischen hat sich eine neue Fraktionsspitze formiert. Zeit für Fragen und Antworten zum Wechsel an der Fraktionsspitze.

LEGDEN

, 20.02.2015, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer sind die neuen Männer an der Spitze der UWG-Fraktion?

Der Fraktionsvorsitzende Gerd Heuser ist 46 Jahre alt und als Personal- und Vertriebsleiter eines Saatgutunternehmens deutschlandweit und in den Nachbarländern unterwegs. Außerdem ist er Nebenerwerbslandwirt. Bis 2008 engagierte sich Heuser in der CDU. 2009 holte ihn Heinz Gausling in die UWG. Sein Stellvertreter Christoph Behrendt-Richter (51), Betriebswirt, ist ebenfalls als Vertriebsexperte unterwegs. Sein Arbeitgeber ist die Post AG, sein Fachgebiet sind Großkunden im Briefbereich. Auch er, so Behrendt-Richter, sei von Gausling für die kommunalpolitische Arbeit in der UWG gewonnen worden.

 

Sind inzwischen nähere Gründe für den Rücktritt von Heinz Gausling bekannt?

Nein. Heinz Gausling hatte vor zwei Wochen persönliche Gründe geltend gemacht, aber auch von einem längeren Prozess in der Fraktion gesprochen, den er so nicht mehr mittragen wolle - ohne allerdings nähere Einzelheiten zu nennen. Heuser und Behrendt-Richter beteuern, Gauslings Schritt sei für sie völlig überraschend gekommen. Heuser: "Er hat jahrelang einen guten Job bemacht. Ich weiß nicht, was ihn zu dieser plötzlichen Entscheidung bewogen hat. Wir sind alle überrascht worden."

 

Ist die Fraktion gespalten?

"Nein!", sagt Gerd Heuser. Die Neuwahl der Fraktionsspitze sei schließlich einstimmig erfolgt. Und Gausling werde auch künftig in der Fraktion mitarbeiten. Behrendt-Richter: "Es gibt auch keine Funkstille mit Heinz Gausling. Wir stehen wie früher per E-Mail in Kontakt." Die von Gausling genannten persönlichen Dinge werde man beizeiten sicher aufarbeiten. "Wir sind ja alle erwachsene Menschen."

 

Gibt es eine politische Neuorientierung?

Das sei nicht geplant, so die beiden neuen Vorsitzenden. Es gebe höchstens einen anderen Stil. Heuser: "Andere Menschen haben ja auch immer andere Herangehensweisen." Die politische Richtung aber bleibe die gleiche. Die UWG wolle sich weiterhin als unabhängige Kraft präsentieren, die ihren Fokus ausschließlich auf Legden lege. Weiterhin werde es auch keinen Fraktionszwang wie bei den anderen Parteien geben.

 

Und was sind aus Sicht der UWG die wichtigsten politischen Themen ?

Die Konsolidierung des Gemeindehaushaltes, die Beschränkung auf notwendige Ausgaben, eine zukunftsgerichtete Vergabe der neuen Gewerbeflächen im Heying Esch und an der A31 und neue Akzente im Kulturleben, nennen Heuser und Behrendt-Richter.

 

Wollen Heuser oder Behrendt-Richter auch als Bürgermeister kandidieren?

Das wollen die beiden nicht kommentieren, solange das Bewerbungsverfahren läuft. Behrendt-Richter: "Die Bewerbungsfrist für interne Bewerber ist die gleiche wie für externe. Alles ist offen. Am 16. März wird die Kiste geschlossen." Danach werden der Vorstand und Fraktion eine Bewerberauswahl präsentieren. Etwa Mitte Mai entscheidet dann die Mitgliederversammlung, mit wem die UWG in die Bürgermeisterwahl am 13. September zieht.

Stefan.Grothues@mdhl.de

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