UWG will wissen, wer denn nun der Bauherr beim Stiftshaus ist

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Die UWG beantragt im Bauausschuss, die Planungskosten für das Stiftshaus zu streichen. Das Projekt findet sie generell nicht schlecht. Der Gemeinderat sei aber bisher übergangen worden.

Legden

, 27.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Stiftshaus soll auf dem Küchenplatz neben der Hunnenporte zu einem Treffpunkt werden – für allem für die katholische Kirchengemeinde. Im Haushalt der Gemeinde Legden stehen 15.000 Euro für Planungskosten bereit. Das rief die UWG auf den Plan.

Das Stiftshaus soll als ein Leader-Projekt realisiert werden. Von den 450.000 Euro Kosten sollen 250.000 Euro über Leader kommen. Der Bau wird allerdings in diesem Jahr nicht begonnen. Erst ist die Erweiterung des katholischen Kindergartens an der Reihe. Zwei Baustellen auf dem engen Platz, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken, seien nicht möglich.

So soll das Stiftshaus nach ersten Plänen aussehen.

So soll das Stiftshaus nach ersten Plänen aussehen. © Wangenheim, Ronny von

Die UWG beantragte am Dienstagabend bei den Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen, Umwelt und Landwirtschaft, die Planungskosten für das Stiftshaus in Asbeck aus dem Haushalt 2020 zu streichen. Die Verwaltung solle zuerst ein präzises und verbindliches Nutzungs- und Unterhaltungskonzept erarbeiten. Zudem müsste die Verwaltung Alternativen mit kalkuliertem Kostenrahmen prüfen.

Informationen finden sich im Pastoralplan

„Was wir wissen, wissen wir nicht aus dem Gemeinderat“, kritisierte Heribert Telgmann (UWG) scharf. „Der Rat wurde übergangen.“ Die Pläne für das Stiftshaus hat er in den Beschreibungen des Leader-Projekts entdeckt. „Ich habe meine Informationen aus dem Pastoralplan“, ergänzte UWG-Fraktionsvorsitzender Gerd Heuser. Dort werde das Stiftshaus vor allem als ein Haus der Kirche dargestellt.

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Prinzipiell sei man nicht gegen das Stiftshaus. Aber: „Wer ist der Eigentümer, wer der Bauherr, wer trägt welche Kosten“, solche Fragen will Heuser geklärt haben, bevor Geld für konkrete Planungen ausgegeben wird. „Wir sprechen immerhin über eine halbe Million Euro.“ So viel soll das Stiftshaus kosten, die Planungskosten sind mit 15.000 Euro veranschlagt. Da 2020 sowieso nicht gebaut werde, könne man auch die Planung schieben.

Ohne Planung, keine Möglichkeit der Bezuschussung

Thomas Kockentiedt (CDU) betonte dagegen, man sei dabei, Dinge zu entwickeln. Dazu gehöre auch ein Planungskonzept. Parallel dazu könne man auch über die Nutzungsmöglichkeiten sprechen. „Es geht auch um die barrierefreie Verbindung zur Hunnenporte“, so Kockentiedt. Bürgermeister Friedhelm Kleweken erläuterte, dass die Planung auch notwendig sei, um Bezuschussung zu ermöglichen.

Der Kompromiss: Die UWG zog den Antrag zurück. Nutzungs- und Erhaltungskonzept und Alternativen mit Kostendarstellung sollen zur nächsten Bauausschuss-Sitzung vorgelegt werden.

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