Seit der Schließung der Schlecker-Filiale in Legden, steht dieses Ladenlokal überwiegend leer. © Markus Gehring
Meinung

Verwaltung sollte von Fördermöglichkeiten wissen

Wusste die Gemeinde Legden nichts von den möglichen Fördermitteln gegen Leerstände? Ein Ehrenamtlicher stellte den Antrag, mit Erfolg. „Von nichts kommt nichts“, findet unsere Redakteurin.

Wer bekommt nicht gerne unverhofft Geld? Ganz ehrlich? Ich freue mich wie ein Kleinkind, wenn ich zufällig noch ein paar Kröten in der Hosentasche einer alten Jeans finde. Ich bin aber auch nicht pleite. Anders als die Gemeinde Legden, die Kassen da sind alles andere als voll. Also wäre es doch schlau, wenn man Anträge für Fördersummen stellt, oder?

Nicht gewusst oder nicht gewollt?

Das hat die Gemeinde aber im Jahr 2020 nicht getan, und das obwohl das Land NRW insgesamt 70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Allerdings zweckgebunden versteht sich. Vielleicht sah man in Legden einfach den Kosten-Nutzenfaktor nicht ausgeglichen?

War der Aufwand, der für eine Fördersumme betrieben werden muss, vielleicht zu hoch? Oder ist diese Möglichkeit einfach nicht ausreichend kommuniziert worden, sodass man in der Verwaltung nichts davon wusste? Thomas Hackenfort allerdings hat davon gewusst.

Er füllte den Antrag in zweiter Runde für das Jahr 2021 aus für die Gemeinde und zack: Die Zusage ist da. Es gibt also über 200.000 Euro für Legden. Aber die Gemeinde muss sich mit 10 Prozent beteiligen. Peanuts, wenn man bedenkt, was man dafür bekommt.

Man kann etwas gegen den Leerstand in den Ortskernen tun. So könnten Legden und Asbeck wieder attraktiver werden, aber nicht, wenn man es gar nicht erst versucht oder nichts davon weiß.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen