Familie Hüntemann vor der gespendeten Dülmener Rose, die an den kürzlich verstorbenen Werner Hüntemann erinnern soll. © Raphael Kampshoff
Baumlehrpfad Legden

Video: Nur 14 Monate nach erster Idee ist der Legdener Baumlehrpfad eröffnet

Nur wenige Monate hat es von der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung des Baumlehrpfades gedauert. Mit einem Fest für die Spender wurde am Sonntag der Lehrpfad eröffnet.

Die Idee war eigenlich ganz einfach: „Ich war auf einem Baumlehrpfad in Brilon und dachte mir sowas wäre doch auch in Legden gut umsetzbar“, sagte Daniel Ewelt am Sonntagmorgen bei der Eröffnung des Baumlehrpfades auf der Obstwiese.

Nur 14 Monate nach der ersten Idee konnte er mit den Spendern die Einweihung feiern. „Bei der Verwaltung bin ich schnell auf offene Ohren gestoßen. Die Genehmigungen von Gemeinde, Kreis und unterer Wasserbehörde ließen nicht lange auf sich warten.“

Spender finanzierten den Großteil der Bäume

Schon im März dieses Jahrs konnten die ersten Bäume gepflanzt werden. 32 der 38 Bäume auf dem Pfad wurden durch Spender finanziert, die einen Kostenbeitrag von je 200 Euro leisten mussten. Von der Ankündigung der Spendensuche, bis zur Vergabe des letzten Baumes vergingen keine zwei Tage, so groß war die Resonanz der Bevölkerung. Inzwischen stehen schon 50 weitere Interessierte auf einer Warteliste. Erste Ideen zur Erweiterung sind zwar schon vorhanden, bislang gibt es aber noch keine konkreten Pläne.

Ein Apfelbaum zur Erinnerung an den Großvater

Die Motive für eine Spende waren unterschiedlicher Natur. So schenkte die Familie Hüntemann Großvater Werner Hüntemann einen Apfelbaum, die Dülmener Rose, zu Weihnachten. Dieser lebte auf dem Appellhof, wo viele dieser Dülmener Rosen standen. Im April verstarb Werner Hüntemann und kann seinen Baum nun nicht mehr blühen sehen, die Familie hat aber nun einen Ort, wo sie sich an ihn erinnern können.

Bürgermeister Dieter Berkemeier (r) durfte die ersten Worte bei der Eröffnung sprechen.
Bürgermeister Dieter Berkemeier (r) durfte die ersten Worte bei der Eröffnung sprechen. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Die ersten Worte zur Eröffnung gehörten Bürgermeister Dieter Berkemeier, der sich zunächst bei Daniel Ewelt für seine Arbeit und sein Engagement bedankte. Er verwies darauf wie gut sich der Baumlehrpfad in die renaturierte Fläche am Mühlbach einfügte.

Die Trägerschaft für den Baumlehrpfad hat die Kolpingfamilie übernommen. Deren geistlicher Leiter, Bernhard Schlätker, sprach daher den Segen für den neuen Baumlehrpfad. Er bedankte sich bei den Baumpaten und denjenigen die sich an der Erstellung der Anlage beteiligt haben.

Verantwortungsvoller Umgang mit der Schöpfung

Bernhard Schlätker sprach den Segen: „Die Anlage ist ein schönes Zeichen für einen guten und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Schöpfung. Wir reden alle von Klimawandel und überlegen uns was können wir denn tun und das ist eins was wir tun konnten und was wir getan haben, einfach mal mit anpacken und dafür sorgen, dass neues Leben entsteht, neue Pflanzen wachsen. Eine ganz tolle Idee und man kann hier auch was lernen“, waren seine Worte.

Daniel Ewelt freute sich über den guten Zuspruch über den Lehrpfad und hofft, dass viele Kinder und Erwachsene noch was über die unterschiedlichen Bäume lernen können.

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