Viel Grund zur Freude im Jubiläumsjahr

rnNeujahrsempfang

Gut besucht war der Neujahrsempfang der Gemeinde Legden beim Unternehmen Stapelbroek. Und der Bürgermeister sparte nicht mit Lob und Zuversicht.

von Stefan Hubbeling

Legden

, 20.01.2019, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zu einem stimmungsvollen Neujahrsempfang hatte die Gemeinde Legden zusammen mit der Wirtschaftsinitiative Legden-Asbeck (Wila) eingeladen. Und viele Besucher nahmen die Einladung an, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Ausschau auf das begonnene Jahr 2019 zu halten. In den Räumen des Legdener Unternehmens Stapelbroek im Industriepark an der A31 kamen 120 Gäste aus den Bereichen der Wirtschaft, des Handwerks, des Vereinslebens und der kommunalen Politik zusammen.

„Region hält an ihren Werten fest“

Josef Scharlau, der Vorsitzende der Wila, begrüßte die Gäste und spannte den Bogen im Rückblick weit über Legden und Asbeck hinaus. „Die Dieselaffäre, dann die undurchsichtige Politik aus Amerika, die Autoindustrie mit all ihren politischen Affären – und schließlich ist dann auch der Fußball nicht mehr das, was er mal war“, zählte Josef Scharlau auf, um dann nach Legden und Asbeck zu blicken: „Es ist schön, wenn man in solch schnell wechselnden und unsicheren Zeiten unsere Region sieht. Dass sie an ihren Werten und ihrem Weg festhält.“

Nach einem Musikstück, das unter der Leitung von Bettina Finke von einigen Musikschülerinnen des Holzbläserensembles der Musikschule Ahaus vorgetragen wurde, kam Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken zu Wort. Der erste Bürger der Legdener und Asbecker hob das großartige Vereinsleben und die wachsende Wirtschaft in der heimatlichen Region hervor.

Exzellente Adresse für die Wirtschaft

„Hier, rund um unseren Gastgeber, dem Unternehmen Stapelbroek, werden sich noch Firmen aus den Bereichen des Handwerks, der industriellen Metallanfertigung und des modernen Sportartikelhandels ansiedeln. Das zeigt, dass wir hier eine exzellente Adresse für ansiedlungswillige Firmen sind“, betonte Friedhelm Kleweken zufrieden.

Stolz sei die Gemeinde auch auf die wachsende Zahl von Einwohnern: „Das ist nicht selbstverständlich. Über unsere Geburtenzahlen würde sich so manche Gemeinde, so mancher Bezirk freuen. Es ist ein Beweis, dass bei uns die Lebensqualität sehr gut ist“, erklärte Legdens Bürgermeister. Als weitere zukünftige Herausforderung nannte er den Breitband-Ausbau und die verstärkte Unterstützung von Firmenneugründungen.

Gemeinsamer Geburtstag für Legden und Asbeck

„Zusammen mit den anderen Politikvertretern werden wir die Herausforderungen schon bewältigen“, versprach Friedhelm Kleweken und wies auf das großartige Verhältnis zu den hiesigen Kommunalpolitikern hin. Auf die Besonderheit des Jahres 2019 lenkte Friedhelm Kleweken dann die Aufmerksamkeit: „Das kommende Jahr ist natürlich unser Jubiläumsjahr. Legden und Asbeck feiern zusammen ihren 50. Geburtstag.“ Der Gemeindezusammenschluss wurde im Jahre 1969 vollzogen. „Die Vereinigung beider Gemeinden hat uns eine gewisse Unabhängigkeit gewährleistet. Wer weiß, wie sonst die aktuelle Lage in Legden oder Asbeck wäre?“, fragte sich der Bürgermeister.

Handwerk braucht gute Ausbildung und Europa

Als Gastredner war Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, nach Legden eingeladen worden. Hans Hund ging zunächst auf die sehr gute Handwerksstruktur in Legden-Asbeck ein: „Hier gibt es viele Unternehmen und Firmen, die das Handwerk ausüben oder diesem sehr eng verbunden sind. In Zeiten, in denen so mancher Politiker meint, dass die nationalen Interessen wichtiger sind als der Europagedanke, muss gerade das Handwerk ein Befürworter des geeinten Europas sein“, forderte er. Nur unter diesen Umständen könne das Handwerk weiter seinen Weg gehen.

Ende mit geselligem Plausch

Wichtig für das Handwerk seien auch die qualifizierten Abschlüsse der beruflichen Ausbildung und der Handwerksmeisterausbildung. „Da müssen wir noch effektiver mit der Politik kooperieren und darauf hinarbeiten, dass sowohl die Ausbilder wie auch die Berufseinsteiger und angehenden Meister perfekt ausgebildet werden“, gab Hund den Verantwortlichen mit auf den Weg. Nur so könne das Handwerk weiterhin ein großer gesellschaftlicher Innovationspool und eine sichere Existenzgrundlage für viele praktische Könner sein, so der Handwerkskammer-Präsident.

An den offiziellen Teil mit Grußworten und Reden schloss sich ein geselliger Nachmittagsplausch an, bei dem sich die Gäste rege austauschten.

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