Vollsperrung der B 474 aufgehoben

Verkehr rollt wieder

Bagger auf der B 474, viele Arbeiter sind an den Straßenrändern beschäftigt. Manfred Ransmann blickt zufrieden die Straße hinauf und herunter. "Jetzt ist erst mal Ruhe", sagt der Leiter der Regionalniederlassung von Straßen NRW. Gestern wurde die Vollsperrung aufgehoben. Damit ist die Baustelle Legden nach knapp zehn Monaten beendet. Fast.

LEGDEN

von Ronny von Wangenheim

, 22.06.2017, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Wochen noch wird hier gearbeitet, sagt Bruno Tenhumberg, der für Straßen NRW die Baustelle überwacht. Aber zwischen Bahnhofstraße und Stadtlohner Straße wird der Verkehr in dieser Zeit mit einer Ampel geregelt. Einziger Wermutstropfen auf dem heißen Asphalt: Der Zugang zur Bahnhofsstraße und der Straße Am Friedhof bleibt aus Sicherheitsgründen weiter gesperrt. "Es gibt nur eine Zwei-Phasen-Schaltung", erläutert Tenhumberg. "Käme der Verkehr auch aus den Seitenstraßen, könnte es schnell zu Staus kommen."

"Wir sind froh, das geschafft zu haben. Gefühlt war es doch eine lange Zeit", dachte Ransmann gestern auch an die Anwohner und die Gewerbetreibenden, die unter der Großbaustelle gelitten haben. Bürgermeister Friedhelm Kleweken ergänzt: "Wir haben in den zehn Monaten gemerkt, was für eine wichtige Verkehrsader die B474 nicht nur für Legden, sondern die ganze Region ist." Gemeinsam erinnerten sich beide, wie sie vor drei Jahren erste Pläne für die Straßenerneuerung entwickelt haben. "Wir wollten den Friedhof und den Ortskern verkehrssicher miteinander verbinden", sagt Kleweken und weist auf die barrierefreien Übergänge für Fahrradfahrer und Fußgänger hin.

3,4 Millionen Euro

Straßen NRW wiederum wollte die Fahrbahn in der Ortsdurchfahrt auf einer Länge von 830 Metern erneuern, weil sie viele Schäden hatte und auch die Aufteilung nicht mehr zeitgemäß war. Später kam die Idee, "im Schatten der Vollsperrung" die Fahrbahn zwischen Hermannshöhe und A 31 zu sanieren. 3,4 Millionen Euro betrugen die Gesamtkosten.

Welches war die schwierigste Phase? Tenhumberg zögert nicht: "Die letzte." Im fünften Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt in Friedhofsnähe stieß die Baufirma Oevermann auf Versorgungsleitungen, von denen vorher keiner etwas wusste, zu hoch liegende Glasfaserkabel mussten tiefer gelegt werden, ein alter, nicht verfüllter Schacht tauchte auf, die Panzersperre - zum Ende der langen Bauzeit gab es noch so einige Herausforderungen zu meistern.

In den kommenden Tagen werden die Geh- und Radwege gepflastert und bei den Wegen zu Anliegern Angleichungsarbeiten beendet. Begonnen haben auch im Außenbereich die Arbeiten an den Radwegen und Zufahrten, die an die neue Fahrbahn angeglichen werden müssen.

Und wenn im August wieder Baumaschinen auf der B474 anrollen, geht es nicht schon wieder los. An fünf Stelen wurden Unebenheiten in der Fahrbahn festgestellt. Hier muss die Baufirma noch einmal ausfräsen und kurze Stücke erneuern.

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