380-Kilovolt-Leitung

Wallhecken und Bäume weichen für Höchstspannungsleitungen

Zwischen Legden und Wettringen schneidet der
Auf weiten Strecken laufen Gasleitung (r.) und 380-kV-Hochspannungsleitung (l.) in den Schermbecker Ortsteilen Weselerwald und Dämmerwald nebeneinander. An einer Stelle liegt ein Bauernhof sogar zwischen beiden Leitungen. © Helmut Scheffler

Im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers Amprion werden Gehölze entlang einer neuen Höchstspannungstrasse zurückgeschnitten. 2022 sollen dort Strom-Leiterseile auf die Masten einer neuen 380-Kilovolt-Leitung gezogen werden. Damit soll Windstrom von Dörpen in Niedersachsen bis nach Wesel gebracht werden.

Der Rückschnitt wird ab Oktober zwischen den Masten Nummer 115 und 202 vorgenommen, also zwischen Asbeck und dem Haddorfer See in Wettringen. „Die Arbeiten sind überall dort erforderlich, wo Gehölze unseren Seilzug oder den späteren Betrieb behindern können – sowohl in der Nähe der Masten als auch in den Spannfeldern zwischen ihnen“, erklärt Projektleiter Holger Büenfeld in einer Pressemitteilung von Amprion.

Auch Bäume müssen weichen

Die Felder zwischen den bis zu 85 Meter hohen Mastgestängen müssten frei sein, weil dort die stromführenden Seile am stärksten durchhängen würden. Dafür werden Wallhecken, die bis zu 15 Meter hoch wachsen können, zurückgeschnitten.

„Das ist ein durchaus üblicher Vorgang, da diese Hecken relativ schnell wieder nachgrünen.“ Der Schnitt der Hecken macht etwa zwei Drittel der Arbeiten aus. Es werden aber auch Bäume weichen müssen. „Das wird vor allem in Metelen notwendig sein.“

Die Arbeiten sollen bis Ende Februar 2022 abgeschlossen sein. Dort, wo die Bäume oder Hecken nicht verbleiben können, will Amprion anschließend ein ökologisches Trassenmanagement betreiben.