Wasserzählerkontrolle mit dem Smartphone

Neue Handy-App

Erstmals ohne Stift und Papier haben sich gestern die Wasserzähler-Ableser in Legden auf den Weg von Haus zu Haus gemacht. 1783 Zähler in Legden und Asbeck müssen in den nächsten vier Wochen abgelesen werden. Dieses Mal hilft das Smartphone.

LEGDEN

, 16.11.2015, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wasserzählerkontrolle mit dem Smartphone

Dustin Verding zeigt die Wasserzähler-App.

Die Gemeinde hat eine App erworben, die die Erfassung der Wasserverbräuche für die Gemeinde erleichtert. Noch im letzten Jahr haben die vier Mitarbeiter im Auftrag der Gemeindewerke die Zahlenkolonnen in Papierformularen notiert. Anschließend musste die Daten im Rathaus noch einmal neu am Computer erfasst werden - Fehler nicht ausgeschlossen.

Jetzt sind die Ableser direkt digital unterwegs. Jürgen Göckemeyer, im Rathaus zuständig für EDV-Fragen, macht es vor: Mit wenigen Fingertips auf dem Smartphone-Bildschirm ist der Zählerstand erfasst. Gleichzeitig wird ein Vergleich mit dem Vorjahresverbrauch errechnet. So kann der Ableser dem Wasserkunden direkt sagen, wie sich sein Wasserverbrauch entwickelt hat. Außerdem gibt es eine Kontrollfunktion, die hilft, Eingabefehler zu vermeiden.

50 Kubikmeter pro Person

Wieviel Wasser verbrauchen die Legdener? Das ist von Haushalt zu Haushalt sehr unterschiedlich. Im Schnitt sind es 40 bis 50 Kubikmeter pro Person und Jahr, schätzt Dustin Verding. Der Auszubildende der Gemeindeverwaltung hat bereits im letzten Jahr Wasserzähler abgelesen. 2014 haben die Gemeindewerke diese Aufgabe wieder in Eigenregie übernommen. In den Jahren zuvor war diese Aufgabe an den Wasserlieferanten, die Stadtwerke Coesfeld, übertragen worden.

40 bis 50 Kubikmeter Trinkwasser pro Person und Jahr bedeuten 60 bis 76 Euro Verbrauchskosten inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer. Hinzu kommen für jeden Haushalt monatlich zehn Euro Grundgebühr. Diese Kosten sind aber nur eine Seite der Medaille. Auch für das zu entsorgende Schmutzwasser entstehen Kosten, die in Abhängigkeit vom Frischwasserverbrauch berechnet werden.

Teures Abwasser

Dabei ist die verbrauchsabhängige Entsorgung des Schmutzwasser teurer als der Bezug des Frischwassers: pro Kopf im Schnitt 91 bis 114 Euro. Der Ablesevorgang verlaufe in aller Regel ohne Komplikationen, erklärt Dustin Verding. Manchmal gibt es aber doch Einwände, so Göckemeyer, weil sich die Wasserkunden höhere Verbräuche nicht erklären könnten.

Für diese Fälle, so Göckemeyer, sind die Ableser jetzt angehalten, mit dem Smartphone auch ein Foto vom Zählerstand zu machen. "So können Unstimmigkeiten schnell geklärt werden." Die vier Wasserzählerableser sind in den nächsten vier Wochen in der Gemeinde unterwegs und können sich mit einem Ausweis der Gemeindeverwaltung legitimieren.

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