Weckruf für die Gemeinde

Gnadenkirche wird renoviert

Still ist es in den letzten Jahren um die evangelische Kirchengemeinde in Legden geworden. Kirchliche Gruppen wie zum Beispiel die Frauenhilfe haben ihre Aktivitäten eingestellt. Doch jetzt gibt es ein neues Aufbruchsignal: Im Januar beginnen die Bauarbeiten an der Gnadenkirche. "Wir erwachen aus dem Dornröschenschlaf", sagt Pfarrer Olaf Goos.

LEGDEN

, 18.12.2015 / Lesedauer: 3 min
Weckruf für die Gemeinde

„Wir haben in Legden eine sehr schöne Kirche“: Pfarrer Olaf Goos ist stolz auf das evangelische Gotteshaus.

Die Gnadenkirche wird renoviert und um einen Anbau erweitert. Die Kirchengebäude, so Pfarrer Goos, solle nicht nur die Begegnung mit Gott, sondern auch die der Menschen untereinander ermöglichen. In Legden fehle bislang ein Gemeindehaus.

Was genau ist geplant? Im neuen Anbau wird es eine große Küche geben, eine Garderobe und eine behindertengerechte Toilettenanlage. Bislang sind die Toiletten schwer zugänglich im Keller der Kirche. Baubeginn ist am 16. Januar. Die Einweihungsfeier ist für den 25. Juni geplant.

Im Zuge der Renovierung wird die Orgel aus dem Vorraum in den Kirchenraum zurückkehren. Dort wird es auch eine neue, einheitliche Bestuhlung für 50 Besucher geben. Der frei werdende Vorraum wird mit einer Glastür abgetrennt. Hier soll ein neuer Treffpunkt für gemeindliche Gruppen entstehen. Der Raum auf der Empore wird neu gestaltet. Hier könnten sich zum Beispiel Konfirmanden treffen.

Neues Taufbecken

Im Altarraum sind an diesem Wochenende bereits die ersten Neuerungen zu sehen: Ambo, Taufbecken und Altartisch sind in dieser Woche erneuert worden, helle Eiche statt dunkles Holz. Das alte Taufbecken wird seinen neuen Platz in der Heeker Magdalenenkirche finden.

Die Kosten für die Erweiterung und Renovierung in Höhe von rund 100000 Euro trägt im wesentlichen die Christusgemeinde Ahaus zu der der Gemeindebezirk Legden neben Heek und Schöppingen gehört. Der Kirchenkreis gewährt einen Zuschuss.

Es geht weiter

Aber warum hat es eigentlich einen Dornröschenschlaf im Legdener Gemeindebezirk gegeben, dem gut 600 evangelische Christen angehören. Es habe mehrere Gründe gegeben, sagt Pfarrer Goos. Der wichtigste sei wohl die längere Vakanz der Pfarrstelle gewesen, nachdem Pfarrerin Renate Sturm-Wutzkowsky 2011 in den Ruhestand verabschiedet worden war. Ein zweiter Grund laut Olaf Goos: "Es gab nicht wenige, die mit einer Schließung der Gnadenkirche gerechnet haben. Das hat das Gemeindeleben gelähmt. Jetzt setzen wir ein klares Zeichen: Es geht weiter."

Die Talsohle, so Goos, sei durchschritten. Die zwei Gottesdienste im Monat würden nun wieder von rund 20 bis 25 Gläubigen besucht - Tendenz steigend. Und der geplante Umbau zeige deutlich, dass der Legdener Pfarrbezirk zu neuem Leben erwacht sei. Es gebe bereits einen neuen Frauenkreis und einen Aktivkreis. Eine Männerkochgruppe steht vor der Gründung. Pfarrer Olaf Goos freut sich drauf: "Der Neuanfang hat auch seinen Reiz."

 

Lesen Sie jetzt