Wenn die Gasflasche brennt

Ungewöhnliche Lampen und Feuertonnen

Irgendwann stand bei Dete Barenbrock die ausgediente Gasflasche rum. „Bevor ich die entsorge, mache ich was draus“, dachte der Legdener. Gesagt, getan. Wenig später war aus der Flasche eine attraktive Feuertonne geworden. Inzwischen stehen in seinem Garten am Bergweg viel mehr dieser Stahlobjekte.

LEGDEN

, 22.07.2016, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dete Barenbrock zeigt einige seiner Objekte und Feueröfen, die er aus alten Gasflaschen macht.

Dete Barenbrock zeigt einige seiner Objekte und Feueröfen, die er aus alten Gasflaschen macht.

Sie sehen gut aus und sind ein echter Blickfang – der Löwe, die Skyline oder der kleine R2D2. Aber erst, wenn es Nacht wird und das Feuer lodert, erwachen die meisten Stahlfiguren zum Leben. Grundlage sind immer Gasflaschen – sechs, elf oder 33 Kilogramm schwer. Mit der Zeit entwickelt der 53-Jährige ständig neue Ideen. „Die Größten machen am meisten Spaß, da kann man die schönsten Motive umsetzen.“

Von Beruf ist er Holzmechaniker, in seiner Freizeit hat es ihm der Stahl angetan. „Andere gucken Fernsehen, ich muss was tun“, erzählt er und berichtet, wie er vor zwei Jahren startete. ,„Ich habe sofort mit der Bohrmaschine und der Stichsäge angefangen“, erinnert er sich an seinen ersten Versuch und lacht: „Ich habe gleich eine ganze Stichsäge kaputt gemacht.“

Bulli als Grill

Inzwischen geht er professioneller an die Sache heran. Mit einem Plasmabrenner schneidet er die Muster aus dem Stahl. Und er schweißt Teile an – wie bei dem VW Bulli. Die Form der Gasflasche eignet sich hervorragend für den Bus, der auch heute noch viele Liebhaber hat. Wo das Ventil der Flasche war, sitzt heute das VW-Logo. Möglichst originalgetreu sollte alles sein.

Während er bei den Feuertonnen die Oberfläche nicht bearbeitet – ja sogar damit spekuliert, dass sich Rost ansetzt –, hat Barenbrock hier alles sauber blank geschliffen, bis das Objekt silbern glänzt. In seinen ersten Bulli hat er eine Lampe eingesetzt, die in verschiedenen Farben leuchtet. Aus dem zweiten Versuch wurde sogar ein kleiner Grill. Auf der Ladefläche können jetzt Würstchen brutzeln. Und weil der Bulli auf einem Spieß steckt, braucht man sich noch nicht einmal zu bücken. Es macht Barenbrock Spaß, solche Details auszutüfteln. „Das kann ich besser“, hat er wie bei seinem ersten R2D2 gedacht: „Er hatte nicht die richtige Schulterhöhe.“ Und den nächsten Versuch gestartet. Im Internet fahndet er nach Vorlagen und Ideen, im Bekanntenkreis nach alten Gasflaschen. „Eine lag in einem Schoppen, die war 50 Jahre alt“, erzählt er. Rostig zwar, aber immer noch intakt. „Das ist der Vorteil gegenüber den Ölfässern. Die sind nach kurzer Zeit durchgerostet.“

Viele Anfragen

Im Bekannten- und Freundeskreis findet er viele Liebhaber für seine gestalteten Gasflaschen. Inzwischen kommen auch schon Anfragen für besondere Motive – beispielsweise für ein Hochzeitsgeschenk. „Man versucht eigentlich alles“, sagt der Tüftler und Bastler. Das nächste größere Projekt hat er schon im Auge. Drei bis vier Quadratmeter Blech braucht er zusätzlich zu einer Gasflasche. Und dann wird demnächst Star Wars lebendig und ein Tie-Fighter wird in seinem Garten stehen.

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