Wildblumen-Samen waren begehrt, auch die Gemeinde Legden sät aus

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Saatgut für Wildblumenwiesen hatte die Gemeinde den Legdenern angeboten. Nach zwei Tagen war alles weg. Auch die Gemeinde hat viele neue Blühstreifen angelegt. Perfekt ist das noch nicht.

Legden

, 26.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Bleikenkamp, am Sportplatz, am Regenrückhaltebecken im Industriepark A 31, an der Skulptoura im Frettholt in Asbeck oder am jüdischen Friedhof – an vielen Stellen in Legden finden sich Blühstreifen oder sogar Wiesen. Bauamtsleiter Helmut Schiermann berichtete jetzt in der Sitzung des Bauausschusses, wie grün Legden bereits ist.

„Wir geben uns Mühe“, sagte er. Es sei aber noch ein Experimentierfeld. Nicht jede Fläche blüht so schön, wie sich das Schiermann vorgestellt hat. Wie viel Saatgut braucht es auf welcher Fläche, was bedeuten die verschiedenen Bodenarten, welchen Einfluss hat die Witterung und welche Pflanzen blühen am besten. Das alles wird beobachtet. Zurzeit freut sich Schiermann an den vielen Margeriten. Gut funktioniert es im Frettholt in Asbeck. Hier war allerdings auch schon im vergangenen Jahr eine Wildblumenwiese, die sich jetzt weiterentwickelt hat.

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Spaß an dem Thema, so sagte der Bauamtsleiter weiter, haben auch die Mitarbeiter im Bauhof. Zwei von ihnen haben bereits spezielle Seminare besucht. Manchmal haben sie auch kleine Flächen ausgewählt wie beispielsweise in der Kirchstraße, die Verkehrsinsel am Gildenhook und am Roßmöllerhook. Auch die Mitarbeiter im Klärwerk machen mit und lassen am Regenrückhaltebecken die Blumen stehen.

Pflaumenbäume wurden in Asbeck gepflanzt

1850 Quadratmeter Blühflächen wurden in Legden geschaffen, 750 in Asbeck. Manchmal wird das kombiniert mit neuen Bäumen. So wurden passend zu Asbeck im Frettholt Pflaumenbäume gepflanzt. Auch an der Bahnlinie am Rande des Industrieparks A 31 wurden als Ausgleichsmaßnahmen Bäume gepflanzt. „Unser Ziel ist es, wenn es irgend geht, Bäume zu installieren“, sagt Schiermann. Doch an den Straßenrändern scheitere das oft an Leitungen, die im Boden liegen.

Wildbienen finden in den vielen Blühwiesen Nahrung.

Wildbienen finden in den vielen Blühwiesen Nahrung. © Markus Gehring

Das Ganze ist nicht so billig. Ein Kilo Saatgut kostet 175 Euro, so Helmut Schiermann. Ein, meist zwei Gramm werden pro Quadratmeter gebraucht. 1000 Quadratmeter können also rund 350 Euro kosten.

1000 Euro hatte die Gemeinde Legden auch für Saatgut eingeplant, das an die Legdener Bürger verteilt wurde. Das geschah auf einen Antrag der SPD-Fraktion in der Februar-Sitzung des Gemeinderats, der auch von CDU und UWG unterstützt wurde. Ausgegeben wurde das Saatgut in Mengen, wie sie in ein Marmeladenglas passen, im Kiebitzmarkt. Friedhelm Kleweken berichtete im Bauausschuss: „Über 100 Bürger haben das Angebot in Anspruch genommen. In zwei Tagen war das Saatgut weg.“

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