Ein Stück Wildblumenwiese im Garten freut Insekten und Naturfreunde

rnNatur in Legden

Eine Wildblumenwiese kann in einem Garten einen optischen Kontrapunkt zu Stauden und Rasenflächen setzen. Auf jeden Fall aber bietet sie Insekten einen Anziehungspunkt, betont Heinz Nottebaum.

Legden

, 18.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heinz Nottebaum sitzt in seinem Garten und schaut zufrieden auf bunte Blumen und Kräuter, die wild durcheinander wachsen. Einige sind schon verblüht und haben an Standfestigkeit verloren, andere sind in Vollblüte und strahlen. Münsterländisch ordentlich ist anders – aber darum geht es ihm nicht: Die Wiese ist ein absoluter Anziehungspunkt für Insekten aller Art.

Hummeln schätzen die Wildblumenwiese im Garten von Heinz Nottebaum.

Hummeln schätzen die Wildblumenwiese im Garten von Heinz Nottebaum. © Anne Winter-Weckenbrock

Auf 80 bis 100 Quadratmeter schätzt der Legdener den Platz, den er in seinem Garten für die Wildblumen eingeräumt hat. Für die Natur. Bislang war Heinz Nottebaum in Legden Ansprechpartner für den Naturschutzbund (Nabu). Das Amt, das er „mit positivem Tun“ ausgefüllt hat, will er jetzt aufgeben und blickt – dankbar für Unterstützung, die er erfahren hat – zurück. „Das war eine schöne Zeit.“

Heinz Nottebaum hofft, dass sein Einsatz für die Natur sich gelohnt hat

Er hofft, dass sein Einsatz für die Natur sich gelohnt hat. Eine seiner „positiven Aktionen“ war das Verteilen von Samentütchen. „Die sind gut angenommen worden“, betont Heinz Nottebaum. Und so kann er davon ausgehen, dass überall in der Umgebung die Blumen und Kräuter wachsen und gedeihen, die eine so wichtige Nahrungsquelle für die Insekten sind.

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Ausgelegt hatte er die Blühmischungen am Wirtschaftsweg in der Bauerschaft Deipenbrock an der Wildbienennistwand. Wer vom Deipenbrock auf der Fahrradroute über Frettholt nach Asbeck fährt, kommt an der Wand vorbei. Dort gibt es nicht nur auch viele Wildblumen, sondern auch Prospekte für Interessierte – und einen Tisch und Stühle für eine Rast.

Wildblumenwiese freut Insekten und Naturfreunde

Wer mag, kann sich auch ansehen, wie viele „Wohnungen“ in der Nistwand besetzt sind – in dem Fall sind die kleinen Löcher verschlossen. Nach wie vor sind die Steine und Dachpfannen beliebter als die Papprollen, die Heinz Nottebaum den Insekten auch als Wohnung anbietet.

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Eine Wildblumenwiese im Legdener Deipenbrock

Eine große Wildblumenwiese hat Heinz Nottebaum in seinem Garten angelegt. Seit zehn Jahren sind dort Wildblumen- und -kräuter ein Anziehungspunkt für Insekten aller Art.
18.07.2020
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Ein Blick auf Wildblumenwiese und Teich© Anne Winter-Weckenbrock
Verschiedenste Wildblumen und -kräuter wachsen im Garten von Heinz Nottebaum.© Anne Winter-Weckenbrock
Heinz Nottebaum vor seiner Wildblumenwiese. Er freut sich darüber, in seinem Garten auf bis zu 100 Quadratmetern Insekten Nahrung zu bieten.© Anne Winter-Weckenbrock
Verschiedenste Wildblumen und -kräuter wachsen im Garten von Heinz Nottebaum.© Anne Winter-Weckenbrock
Verschiedenste Wildblumen und -kräuter wachsen im Garten von Heinz Nottebaum.© Anne Winter-Weckenbrock
Ein Blick auf Wildblumenwiese und Teich© Anne Winter-Weckenbrock
Das Schild weist auf die Wildbienennistwand hin.© Anne Winter-Weckenbrock
Ein Blick vom Garten auf die Wildbienennistwand© Anne Winter-Weckenbrock
Wer vom Deipenbrock auf der Fahrradroute über Frettholt nach Asbeck fährt, kommt an der Wildbienennistwand vorbei, die Heinz Nottebaum aufgestellt hat. Auch dort wachsen und blühen viele Wildblumen. Wer eine Rast einlegen möchte, kann Patz nehmen, Heinz Nottebaum hat Tisch und Stühle aufgestellt.© Anne Winter-Weckenbrock
© Anne Winter-Weckenbrock
Von diesem Platz aus geht der Blick auch auf Teich und Wildblumenwiese.© Anne Winter-Weckenbrock
Verschiedenste Wildblumen und -kräuter wachsen im Garten von Heinz Nottebaum.© Anne Winter-Weckenbrock
Ein Stück weniger wilder Garten vor dem Haus Die weiße Bauernhortensie blüht prächtig.© Anne Winter-Weckenbrock
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Seit ungefähr zehn Jahren haben die Nottebaums ein großes Stück ihres Gartens rund ums Haus für Wildblumen reserviert. Hinter dem Haus, rund um einen kleinen Teich, in dem sieben, acht Frösche quaken, wie Heinz Nottebaum erzählt. Wildbienen und Hummeln tummeln sich dort, Libellen hat der Legdener kurzzeitig gesichtet. Tauben gibt es in diesem Jahr sehr viele, hat er beobachtet. Und Haussperlinge.

Heinz Nottebaum mäht im Spätherbst die Wildblumen- und -kräuterwiese mit der Sense ab. „Und im Frühjahr schaue ich, wo Lücken sind, und säe nach“, erklärt er. Er benutzt spezielle Mischungen, die deutsche Unternehmen anbieten, mit denen ist er sehr zufrieden. Und hofft weiterhin auf Nachahmer, auch wenn er jetzt seine aktive Arbeit für den Nabu einstellt.

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