Wohnhausbrand in Legden richtet rund 500.000 Euro Schaden an – Straße bleibt gesperrt

rnBrand an der Eschstraße

Das Feuer an der Eschstraße von Montag hat rund 500.000 Euro Schaden angerichtet. Die Straße ist gesperrt. Die Polizei ermittelt. Trotz allem zieht die Feuerwehr ein positives Fazit.

Legden

, 07.05.2019, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem schweren Feuer an der Eschstraße ermittelt die Kriminalpolizei zur Brandursache. Die erste Schätzung zum Schaden liegt laut Polizei bei rund 500.000 Euro. Ermittlungsergebnisse zur Brandursache gab es am Dienstag noch nicht. Klar scheint nur, dass das Feuer in der Tenne des Gebäudes ausgebrochen ist. Das hatte die Feuerwehr auch am Montag noch vor Ort so erklärt. Die weiteren Ermittlungen laufen. Laut Polizeipressestelle hatten die Bewohner die Brandgeräusche gehört und sich selbst unverletzt retten können. Die Feuerwehr Legden sprach davon, dass eine Nachbarin die Bewohner auf die Flammen aufmerksam gemacht hatte.

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Feuerwehr löscht brennendes Wohnhaus an der Eschstraße in Legden

Die Löschzüge aus Legden und Asbeck und die Drehleiter der Feuerwehr aus Ahaus waren am Montagmittag im Einsatz, um das brennende Haus an der Eschstraße zu löschen.
06.05.2019
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Mit der Drehleiter der Ahauser Feuerwehr rückten die Einsatzkräfte auch von außen gegen die Glutnester im Dachstuhl vor.© Stephan Teine
Viel Betrieb in der kleinen Eschstraße: Das Feuer in dem Wohnhaus war in der Tenne ausgebrochen und hatte sich dann schnell auf den gesamten Dachstuhl ausgebreitet.© Stephan Teine
Die Feuerwehr war schnell vor Ort. Die Flammen hatten sich im Dachstuhl aber rasend schnell ausgebreitet. Das Dach war nach dem Feuer einsturzgefährdet.© Stephan Teine
Von der Tenne hatten sich die Flammen schnell ausgebreitet.© Stephan Teine
Unter schwerem Atemschutz war die Feuerwehr gleich mit mehreren Trupps im Einsatz.© Stephan Teine
Ein Blick in die Tenne, wo das Feuer ausgebrochen war.© Stephan Teine
Die Drehleiter der Feuerwehr aus Ahaus unterstützte die beiden Löschzüge aus Legden und Asbeck.© Stephan Teine
Die Drehleiter der Feuerwehr aus Ahaus unterstützte die beiden Löschzüge aus Legden und Asbeck.© Stephan Teine
Die Drehleiter der Feuerwehr aus Ahaus unterstützte die beiden Löschzüge aus Legden und Asbeck.© Stephan Teine
Von außen schlugen die Feuerwehrleute weitere Löcher in die Dachpfannen, um an die Brandherde heran zu kommen.© Stephan Teine
Mit 25 Feuerwehrleuten aus Legden, Asbeck und Ahaus war die Feuerwehr vor Ort.© Stephan Teine
Die Drehleiter der Feuerwehr Ahaus im Einsatz.© Stephan Teine
Zusätzlich per Drehleiter ging die Feuerwehr gegen die Flammen vor.© Stephan Teine
Auch von der Rückseite des Gebäudes versuchte die Feuerwehr, die Flammen einzudämmen.© Stephan Teine
Vom Dach des Hauses blieb nach den Flammen nicht viel übrig. © Stephan Teine
Ein Überblick über die Einsatzstelle an der Eschstraße.© Stephan Teine
Ein Überblick über die Einsatzstelle an der Eschstraße.© Stephan Teine
Starker Rauch hüllte während der Löscharbeiten auch die umliegenden Straßen und Häuser ein.© Stephan Teine
Der Blick über die Drehleiter der Ahauser Feuerwehr.© Stephan Teine
Die Feuerwehr hatte die Flammen schnell unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch bis in den Nachmittag.© Stephan Teine
Ein Überblick über die Einsatzstelle an der Eschstraße.© Stephan Teine
Ein Überblick über die Einsatzstelle an der Eschstraße.© Stephan Teine
Ein Überblick über die Einsatzstelle an der Eschstraße.© Stephan Teine
Ein Überblick über die Einsatzstelle an der Eschstraße.© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in der Eschstraße in Legden.© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in der Eschstraße in Legden.© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in Legden© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in der Eschstraße in Legden.© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in der Eschstraße in Legden.© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in der Eschstraße in Legden.© Stephan Teine
Die Feuerwehr löscht einen Dachstuhlbrand in der Eschstraße in Legden.© Stephan Teine
Schlagworte Feuerwehr in Legden

Aus Sicht der Legdener Feuerwehr ist der Einsatz – trotz des immensen Schadens – gut verlaufen. „Die Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Ahaus hat sehr gut funktioniert“, lobte der Legdener Feuerwehrleiter Klaus Uppenkamp im Gespräch mit unserer Redaktion. Noch auf der Anfahrt hatten die Feuerwehrleute ihre Kollegen aus Ahaus alarmiert. „Bei so einer Anfahrt und der Rauchsäule kann man ja schon abschätzen, wie sich der Brand vor Ort entwickelt“, erklärte Uppenkamp. Wie sich zeigte, die richtige Entscheidung.

Brandgase zünden durch und setzen Dachstuhl in Brand

Die heißen Brandgase des Feuers hatten sich unter dem Dach des Gebäudes gesammelt und dort schließlich entzündet. Ein sogenannter Flash-over. Dadurch war der gesamte Dachstuhl des Wohnhauses in Brand geraten. Nur durch den Einsatz der Ahauser Drehleiter konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Eine Gefahr für die umliegenden Häuser habe es aber zu keiner Zeit gegeben.

Großfeuer sind zum Glück selten geworden

Für die Feuerwehr Legden ist ein Brand dieser Größe inzwischen die sehr seltene Ausnahme. „Zum Glück“, wie Klaus Uppenkamp betont. Dennoch zeige auch dieser Einsatz, dass die Planung zum Brandschutz in der Gemeinde funktioniert. „Mit den 25 Einsatzkräften, die vor Ort waren, konnten wir das Feuer gut in den Griff bekommen“, sagt er. Dennoch bleibe die Mitgliederwerbung für die Feuerwehr oberste Aufgabe. „Wir arbeiten daran, dass wir auch über Tag genügend Leute für einen Einsatz zusammenbekommen“, erklärt der Feuerwehrleiter. Weil viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aber außerhalb des Ortes arbeiten, sei das nicht immer einfach. Eine Struktur, die sich über Jahre gewandelt habe. „Die können wir nicht einfach so von heute auf morgen wieder ändern“, sagt er. Erfolgreich verlaufe aber inzwischen schon die Werbung von Feuerwehrmitgliedern, die über Tag in Legden arbeiten, aber nicht dort wohnen.

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Die Eschstraße bleibt bis auf weiteres gesperrt – auch weil sie ein Schulweg ist. „Der Giebel des Hauses ist nicht mehr mit dem Rest des Gebäudes verbunden und könnte umkippen. Der Trümmerschatten liegt genau auf der Straße“, sagte dazu Klaus Uppenkamp. Deswegen habe man die Straße vorsorglich gesperrt.

Wie lang die Sperrung bestehen bleibt, konnte Bürgermeister Friedhelm Kleweken am Dienstag auf Nachfrage noch nicht abschätzen. „Das liegt ja auch daran, wie schnell die Ermittlungen voran gehen oder die Versicherung des Eigentümers das Gebäude freigibt“, erklärte er.

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