2:5 gegen Altenrheine – Eintrachts Wahrheit heißt Abstiegskampf

rnFußball-Landesliga

„Wir stecken nun im dicksten Abstiegskampf.“ Im letzten Satz seiner Analyse brachte der Ahauser Trainer Frank Wegener die aktuelle Lage bei der Eintracht auf den Punkt.

Ahaus

, 01.03.2020, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die aktuelle Entwicklung bei Eintracht Ahaus vor allem ein „Kopfproblem“ darstellt, das untermauerten die turbulenten 90 Minuten gegen den SC Altenrheine. Der Aufsteiger deckte beim 2:5 aber auch die Defizite der Gastgeber schonungslos auf – und diese liegen insbesondere im defensiven Umschaltspiel und in der Handlungsschnelligkeit im Abwehrverhalten.

Die Spielentwicklung war gewiss unglücklich: Schon früh hatten Maximilian Hinkelmann (5.) und Jonathan Noack (19.) eine Ahauser Führung auf dem Fuß. Die Gäste tasteten sich in der Folge ins Spiel, beobachteten den Gegner und schlugen dann gnadenlos zu: Zweimal Sascha Pakularz (32., 42.) und Kevin Vollrath (34.) sorgten binnen zehn Minuten für eine Art Vorentscheidung. Auf ganz einfache Weise.

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Frank Wegener schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Fulminant kamen die Hausherren aus der Kabine. Hendrik Almering scheiterte freistehend aus zehn Metern (46.), dann visierte Christopher Ransmann per Freistoß aus 18 Metern exakt den gegnerischen Torhüter Alexander Noack an (47.). Und letzterer blieb dann auch noch gegen den Co-Trainer im Elfmeter-Duell einschließlich Nachschuss Sieger (49.). Und passend zum Spielverlauf und zur aktuellen Situation bei den Ahausern legte Luca Bültel postwendend den vierten Treffer der Gäste nach (53.).

Hoffnung keimt auf

Das Positive: Die Eintracht steckte weiter nicht auf, der Wille, das Ergebnis zu korrigieren, war spürbar. Und die Hoffnung ließ Hendrik Vennemann tatsächlich noch einmal aufkeimen: Zunächst verwandelte er einen Handelfmeter (80.), dann überlistete er den Torhüter mit einem Heber aus der Distanz (81.). Der Landesliga-Zwölfte warf nun alles nach vorne, weitere Treffer blieben ihm aber vergönnt – auch wenn Almering (83.) und Hinkelmann (89.) Chancen besaßen. Mit dem Schlusspfiff vollendete Fabian Golz den nächsten Konter zum 2:5-Endstand (90.+3).

Frank Wegener: „Dieses Spiel war schon symptomatisch. Wir müssen nun zusammenhalten und die Ruhe bewahren. Fakt ist: Wir haben noch zehn Spiele Zeit und dürfen vor allem vor der Wahrheit nicht davonlaufen.“

Eintracht Ahaus - SC Altenrheine 2:5
Ahaus: Averesch - Varwick, Farwick, Sicking (46. Brillert), Ransmann, Vennemann, Reinfeld, Almering, Noack, Hinkelmann, Dayan(46. Erning)
Tore: 0:1 Pakularz (32.); 0:2 Vollrath (34.); 0:3 Pakularz (42.); 0:4 Bültel (53.); 1:4, 2:4 Vennemann (80., FE, 81.); 2:5 Golz (90.+3)
Bes. Vorkommnis: Noack, Altenrheine, hält Foulelfmeter von Ransmann (49.).

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