40 Oberliga-Spiele für Vreden? Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen

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Am Donnerstag kündigte der FLVW eine eingleisige Oberliga Westfalen zur Saison 2019/20 an. Das dürfte den Aufsteiger SpVgg Vreden gefreut haben. Nun rudert man beim Verband wieder zurück.

Vreden

, 17.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Noch am Donnerstagnachmittag hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) in einer Pressemitteilung verkündet, dass in der am Montag zu veröffentlichenden Staffeleinteilung für die überkreislichen Fußballligen eine eingleisige Oberliga Westfalen aufgeführt werden wird. Doch in der laufenden Woche hielten sich bereits hartnäckige Gerüchte, dass das Thema einer Zweiteilung durchaus ernst genommen wird. Und das Thema scheint noch nicht vom Tisch zu sein.

Staffelleiter kündigt Konferenz an

Staffelleiter Reinhold Spohn hatte unter der Woche angekündigt, eine mögliche Zweiteilung im Rahmen einer Videokonferenz mit den 21 Oberligisten zu besprechen. Dies könne im Rahmen eines virtuellen Staffeltages erfolgen (wir berichteten) – und damit nach der Veröffentlichung der Staffeleinteilung. Wann die Konferenz abgehalten werden soll, das hielt er offen. Dann, so Spohn gegenüber der WAZ, werde eine Oberliga mit zwei Staffeln wahrscheinlich noch mal Thema sein. „Ich gehe davon aus, dass dieses Thema auf der Videokonferenz von einigen Vereinen angesprochen wird“, erklärt der Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses. Sollte eine Teilung der Wunsch einiger Vereine sein, werde man „offen darüber reden“.

„Jedes andere Modell noch denkbar“

Auch Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW, bestätigt diese Auffassung. Er räumt ein, dass 40 Ligaspiele ein Problem darstellen. Neben der eingleisigen Oberliga sei auch „jedes andere Modell noch denkbar“. Vorbilder könnten die Oberligen Südwest und Rheinland-Pfalz/Saar sein, die eine Zweiteilung aufgrund des enormen Aufwandes für Amateursportvereine mit teils weiten Fahrten unter der Woche forciert haben.

Und auch in der Oberliga Westfalen scheint noch nichts entschieden – auch wenn die Mitteilung des FLVW ziemlich deutlich klang. Und sollte das Votum pro Zweiteilung ausfallen, dann muss auch ein entsprechender Modus gefunden werden, der den Aufwand reduziert. Denkbar wären nach einer „normalen“ Hinrunde Auf- und Abstiegsplayoffs. Die SpVgg Vreden hatte sich auf Nachfrage gegen eine Zweiteilung ausgesprochen.

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