Ahauser Volleyballerinnen wollen über harte Arbeit nächste Aufholjagd starten

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Anstatt das obere Oberliga-Drittel anzugreifen, hat der VfL Ahaus nach der Hinserie zunächst einmal die Abstiegsregion im Blick. Die vergangene Rückserie soll nun als Vorbild dienen.

Ahaus

, 15.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neun Spiele sind gespielt – Halbzeit in der Volleyball-Oberliga. Der VfL Ahaus steht aktuell deutlich besser da als zur Mitte des ersten Jahres nach dem Aufstieg, er hinkt dennoch ein wenig hinter seinen eigenen Erwartungen her. Auf Rang sieben beträgt der Rückstand auf den angestrebten vierten Rang bereits sieben Punkte.

Von dieser – bewusst offensiv formulierten - Zielsetzung hat sich Trainer Sebastian Förster vorerst verabschiedet: „Da sind wir realistisch genug. Erst einmal ist bei nur zwei Zählern Vorsprung auf den möglichen Relegationsplatz Abstiegskampf angesagt.“ Grundsätzlich halte er aber nicht viel von übergeordneten Zielsetzungen.

„Wir gehen nun Spiel für Spiel an, damit sind wir in der vergangenen Rückserie auch sehr gut gefahren. Natürlich sind wir wachsam genug und werden die Lage nicht unterschätzen.“ In der Rückserie 2018/19 war man mit dieser Denkweise vor allem sehr erfolgreich gefahren.

Stabilität und Selbstvertrauen gehen verloren

Der Aufsteiger setzte im ersten Halbjahr 2019 zu einer bemerkenswerten Aufholjagd an – und dies aus einer deutlich schlechteren Ausgangsposition heraus als aktuell. Dabei war der Saisonstart der laufenden Saison noch sehr verheißungsvoll. Mit zwei Siegen hatten die Ahauserinnen ihre Erfolgsgeschichte gleich fortgeschrieben, doch zur Mitte der Serie kam es zum Bruch.

„Durch die häufigen Ausfälle von Spielerinnen gerade seit Semesterbeginn war es schwer, sich Stabilität und Konstanz zu erarbeiten. Das konnten wir nicht immer kompensieren“, sieht Förster im oft engen Kader einen Knackpunkt. Der zweite hängt damit zusammen: Viele enge Spiele konnten nicht mehr in die eigene Richtung gezogen werden. „Da gehen irgendwann auch schleichend der Glaube an die eigenen Stärken und das Selbstvertrauen verloren. Das müssen wir uns durch Erfolgserlebnisse zurückerarbeiten.“

Trainingsarbeit wird umgestellt

Das Potenzial hat die Mannschaft schließlich nachhaltig nachgewiesen. Und so ist Förster auch zuversichtlich, dass sich das Team auf die vergangene Rückserie zurückbesinnen wird. Dazu werde man die Trainingsarbeit nun ein wenig umstellen und umdenken. Eine sportliche Baustelle sei zum Beispiel noch die Blockabwehr. „Die Spielerinnen müssen das Spiel wieder mehr beobachten, vorausschauend denken. Das kann ich von außen wenig beeinflussen. Es würde vieles aber leichter machen“, so Förster.

Auch sonst könne sich die Mannschaft im Lernprozess zeigen. „Das erste Jahr ist bekanntlich von der Euphorie getragen, das zweite ist immer das schwerste. Das bekommen wir natürlich auch zu spüren. Jetzt müssen wir uns im Alltag beweisen, das Niveau halten und uns bestenfalls weiterentwickeln“, erklärt Förster.

Team kann mit der Aufgage wachsen

Für seine Mannschaft sei es eine nächste schöne Aufgabe, an der sie wachsen kann. Und dass sich die Mannschaft so Schritt für Schritt wieder Richtung Tabellenmittelfeld vorarbeiten kann, davon ist er überzeugt. „Wenn wir hart arbeiten, dann wird sich das Spielglück auch wieder auf unsere Seite schlagen“, so Förster.

In den ersten beiden Rückserienspielen gilt es in Hennen und gegen Datteln gleich zwei Siege aus der ersten Serie zu verteidigen…

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