Auf Augenhöhe mit Westfalens Elite

Leichtathletik

Fünf Leichtathleten aus Stadtlohn und Vreden gehen bei den Westfalenmeisterschaften in der Halle an den Start. Ein Duo durchaus mit Chancen.

Stadtlohn, Vreden

, 17.01.2019, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der mobilen Wurfanlage vor dem Wurfnetz absolvieren die beiden ambitionierten Vredener Leichtathleten Anna Volks und Moritz Huning das Wintertraining. In Dortmund schielt das Duo am Samstag durchaus Richtung Medaillen.

Auf der mobilen Wurfanlage vor dem Wurfnetz absolvieren die beiden ambitionierten Vredener Leichtathleten Anna Volks und Moritz Huning das Wintertraining. In Dortmund schielt das Duo am Samstag durchaus Richtung Medaillen. © Privat

Wenn die westfälischen Leichtathleten am Samstag, 19. Januar, in Dortmund ihre Hallenmeister bei den Aktiven und in der Altersklasse U18 suchen, dann messen sich auch fünf Athleten aus den Vereinen SuS Stadtlohn und TV Vreden mit der Elite im Verband. Und gerade das Vredener Duo geht dabei aufgrund der Vorleistungen durchaus mit Medaillenhoffnungen in die Wettbewerbe.

Angeführt wird das kleine Team des TV Vreden von Anna Volks. Die erfahrene Werferin stellt sich der Konkurrenz im Kugelstoßen der Frauen. Wie bereits bei den NRW-Meisterschaften 2018 steht mit Marie-Theres Bornemeier (LG Lippe Süd) eine Athletin am oberen Ende des Teilnehmerfelds, die zur erweiterten deutschen Spitze zählt. Volks ist mit ihrer Bestleistung von 13,41 Metern auf Rang zwei gesetzt. „Ich werde natürlich versuchen, anzugreifen. Den zweiten Platz lediglich abzusichern, ist für mich keine Option“, beschreibt die 23-jährige ihre Herangehensweise an den Wettkampf. „Wir haben das Training komplett umgestellt, um die Kniebeschwerden aus der letzten Saison loszuwerden und sind wirklich zuversichtlich, was die Trainingsfortschritte angehen“, erläutert Trainer Lukas Reimann.

Weiterer Titelkandidat auf der Startliste

Mit Moritz Huning hat der TV Vreden einen weiteren Titelkandidaten auf der Starterliste. Der NRW-Kaderathlet führt das Feld im Kugelstoßen der U18 an. Doch da die meisten Meldeleistungen mit der Vier-Kilo-Kugel erbracht wurden, ist die Konkurrenz offener als es die Meldeliste vermuten lässt.

Rund 550 Trainingsstöße hat der talentierte Vredener im Wintertraining von der mobilen Wurfanlage in den verschiedenen Turnhallen absolviert. „Das hört sich zwar viel an, doch Athleten in Leistungszentren kommen in der Zeit auf bis zu 1500 Stöße. Daher lassen wir uns mal überraschen, wie gut die neue Drehstoßtechnik schon funktioniert“, dämpft Trainer Reimann die hohen Erwartungen an den 16-jährigen. Komplett anders sieht die Situation im Hürdenlauf aus. Er wolle dennoch ein paar Sprinterkollegen ärgern, so Moritz Huning.

Drei Athleten stellt der SuS Stadtlohn

Gleich drei Athleten stellt der SuS Stadtlohn für die Westfälischen am Wochenende ab. Liv Grete Krumme hat sich für die Leichtathletikabteilung des Vereins bei der weiblichen Jugend U18 gar für drei Wettbewerbe qualifiziert: die 200 und 400 Meter sowie die 60 Meter Hürden. Ebenfalls die 200 Meter wird Julie Krumbeck in Angriff nehmen, Moritz Gehling läuft bei der männlichen Jugend U 18 die 200 Meter und trifft bei den 60 Meter Hürden auch auf Moritz Huning aus Vreden. Über die 200 Meter bringt Gehling die zehntbeste Qualifikationsleistung unter 22 Teilnehmern mit, Krumme belegt mit ihren Qualifikationszeiten gute Mittelfeldplätze.

Training am Stützpunkt

Die intensive Vorbereitung hat das Trio unter Leitung des Trainergespanns Mechthild Wüpping und Kerstin Spilleman unter anderem am Stützpunkt in Rhede absolviert. „Dort stehen montags insbesondere Einheiten zur Körperkräftigung sowie Sprint- und auch Hürdentraining auf dem Programm“, berichtet Spilleman. Die Einheiten am Standort Münster, an denen auch Liv Grete Krumme und Moritz Gehling teilgenommen hatten, konnten aufgrund der Querelen rund um den SC Preußen Münster dagegen nicht weiter wahrgenommen werden. Zusätzliches Lauftraining wird auch mittwochs beim Heimatverein SuS Stadtlohn eingeschoben.

In der heißen Vorbereitungsphase stand dann viel Individualtraining im Fokus. In Dortmund gelte es nun, sich in „einer besonderen Atmosphäre“ einer starken Konkurrenz im Wettbewerb zu stellen – immer mit dem Ziel, die persönlichen Bestleistungen anzugreifen.

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