Beim Großen Preis kommt das Beste zum Schluss: Hagemann unterbietet alle

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Michael Hagemann vom RV Appelhülsen gewinnt das Hauptspringen des Vredener Reitturniers. Im S**-Parcours strichen viele Konkurrenten die Segel.

Vreden

, 05.01.2020, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie ein spannendes Stechen idealerweise abläuft, das bekamen die Zuschauer beim Großen Preis des Vredener Hallenturniers am Sonntagnachmittag zu sehen. Die Bestzeiten wurden sukzessive unterboten, ehe Michael Hagemann vom RV Appelhülsen auf dem Rücken von Blissfully Yours als letzter Starter das Tüpfelchen auf das i setzte und sich den Sieg holte.

Mit ihren 32,62 Sekunden im Stechparcours durchliefen Hagemann und seine Oldenburger Stute die sieben Hindernisse rund 1,2 Sekunden schneller als der bis dato Führende Sebastian Karshüning vom RV Rhede auf Electra. „Es war einfach super hier und ich freue mich, dass es besonders beim Großen Preis so gut lief“, sagte der Sieger, nachdem er sich den Preis der Volksbank und Glückwünsche abgeholt hatte.

Beim Großen Preis kommt das Beste zum Schluss: Hagemann unterbietet alle

Sieger Michael Hagemann auf Blissfully Yours © Sascha Keirat

Insgesamt hatten sich acht der 15 angetretenen Paare mit fehlerfreiem Umlauf für das Stechen dieser schwersten Prüfung beim dreitägigen Turnier qualifiziert. Insgesamt sieben strichen während ihres Rittes allerdings die Segel und gaben nach einer oder mehreren gerissenen Stangen auf. Was der Grund dafür sein könnte, erklärte Hallensprecher Willi Schemmink: „Viele nutzen unser Turnier für den K+K-Cup in Münster am kommenden Wochenende und wollen hier kein Risiko eingehen.“

Holz gleich dreifach dabei

Gleich mit zwei Pferden brach Vorjahressieger Thomas Holz (Greven) seine Runde ab. Als einziger Starter hatte er gleich drei für den Großen Preis gemeldet, mit Gabrielle erreichte er schließlich auch das Stechen. Dieses eröffnete er mit vier Fehlerpunkten. Das gleiche Ergebnis sprang anschließend für Manuel Feldmann (Isterberg) und Jan Wormstall (Buchenhof) heraus. Die erste Null-Runde gelang Reto Weishaupt vom RV Ahaus-Ammeln. Er und sein Wallach Casimir legten jedoch mit 36,73 Sekunden keine unschlagbare Zeit vor. Und gleich der nächste Kandidat, Paul Ripploh aus Mesum, unterbot die Zeit (34,44). Doch auch seine Führung sollte nicht lange halten.

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Sebastian Karshüning (Rhede) unterbot die Marke abermals und blieb mit 33,82 Sekunden bis zum letzten Starter in Führung. Manuel Feldmann auf Upercut du Very legte zwar den schnellsten Ritt hin, erlaubte sich dabei aber vier Fehlerpunkte.

So waren alle Augen auf das letzte Starterpaar gerichtet. Michael Hagemann und Blissfully Yours mussten liefern – und taten das auch. Die ersten sechs Sprünge liefen allesamt glatt, die Zeit war vielversprechend und so ging es mit hohem Tempo auf den letzten Sprung zu, den das Paar ebenfalls meisterte und sich damit den Applaus von den Rängen abholte.

Vorsitzende zufrieden

Auch von Agnes Hubbeling, Vorsitzende des RV Vreden, gab es Lob. Sie sprach hinterher auch von einer insgesamt gelungenen Veranstaltung: „Es war ein sehr schönes Wochenende. Wir haben qualitativ hochwertigen Sport gesehen und die Tribünen waren an allen drei Tagen voll.“ Auch das neu installierte Zelt, das die Abreitehalle entlasten sollte, sei bei allen Reitern gut angekommen. Somit dürfte es auch 2021 wieder zum Einsatz kommen.

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