Derby mit „gesunder Rivalität" steht im Mittelpunkt der ersten Pokalrunde

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Sämtliche überkreislich aktiven Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet müssen sich am Donnerstag zum Kreispokal-Auftakt bei A-Ligisten vorstellen. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen.

Kreis

, 23.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach drei Spieltagen in der Meisterschaft wartet auf die Vereine im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld die erste Englische Woche der Saison. Am Donnerstag wird die erste Hauptrunde im Kreispokal nahezu komplettiert. So richtig eingespielt sind in diesem Stadium der Saison die wenigsten Teams schon, umso mehr hoffen die Außenseiter auf ihre Chance. Sämtliche Bezirksligisten aus dem Verbreitungsgebiet müssen sich bei A-Ligisten vorstellen – im Mittelpunkt steht dabei ein Derby auf dem Ottensteiner Sportplatz.

Derby-Charakter bei FC-Spielern spürbar

Sowohl Gastgeber FC Ottenstein als auch der Gast aus Alstätte ist in dieser Saison in Pflichtspielen noch ungeschlagen. Das wird sich definitiv am Abend ändern. Und mit der Vorlage eines starken 3:0-Erfolges bei RW Nienborg am Wochenende gehen die Hausherren diesen Lokalvergleich entsprechend selbstbewusst an.

Womöglich ein „wenig mehr als der Gegner“ legt Alstättes Coach Markus Krüchting mit seiner Elf den Fokus auf die Meisterschaft: „Wir wollen natürlich gewinnen. Wir werden die Partie auch dazu nutzen, uns fürs Wochenende einzuspielen, da wir erneut umstellen müssen. Großartige Experimente lässt der Kader aber auch kaum zu.“

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Groß ist die Vorfreude natürlich beim Kreisligisten. „Dass an diesem Spiel das Schild ‚Derby‘ dranhängt, das war am Dienstag im Training zu spüren. Unser Ziel ist es natürlich, intensive 90 Minuten auf Augenhöhe zu bieten und Alstätte ein Bein zu stellen“, hofft FC-Trainer Thomas Gerwing auf ein Pokalspiel mit „gesunder Rivalität“. Ein wenig bedauert er den Spieltermin am Donnerstag. Am Sonntag steht das wichtige Spiel gegen den FC Epe II an: „Das ist von der Belastungssteuerung nicht ganz so glücklich.“

Zwei SV-Auftritte binnen 24 Stunden

Gleich einen Doppeleinsatz haben die Kicker vom SV Heek vor der Brust. Vor dem Aufsteigerduell in Coesfeld am Freitag steht für die Mannschaft um Spielertrainer Rainer Hackenfort der Gang zu GW Lünten an. „Da werden wir natürlich ein wenig mit der Reserve durchmischen, dafür ist die Partie in Coesfeld auch zu wichtig. Trotz allem werden wir eine gute und ambitionierte Truppe stellen“, so Hackenfort.

Die schnelle Chance zur Rehabilitation für die Pleite in Ellewick erhält der TuS Wüllen. Das Trainerteam mit Maik Hollweg und Johannes Dönnebrink gab dem Team am Dienstag die Gelegenheit, die Gründe für den Auftritt am Sonntag darzulegen. „Die Einsicht war da, sie wissen, dass sie es besser können. Die Antwort können sie nun bei RW Nienborg schon am Donnerstag geben“, so Dönnebrink. Die Beteiligung von 19 Spielern am Dienstag wertet er als „gutes Zeichen“.

Schmerzhafte Erinnerungen beim SuS

Schmerzhafte Erinnerungen hat der SuS Stadtlohn an seinen letzten Auftritt im Pokal bei Brukteria Rorup. Vor neun Jahren rutschte der damalige Westfalenligist beim A-Ligisten sprichwörtlich in der zweiten Runde aus. 0:1 hieß es seinerzeit – und auch jetzt geht es wieder auf den Ascheplatz. Deshalb wurde die Generalprobe am Dienstag auch auf dieses Geläuf am Losberg verlegt. „Wir werden die Bedingungen annehmen“, versichert Co-Trainer Jens Roßmöller.

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Ebenso bei einem A-Ligisten muss sich Landesligist Eintracht Ahaus vorstellen. Und nach dem 2:4 in Herbern geht es für Trainer Frank Wegner auch darum, sich wieder Selbstbewusstsein für den schweren Auftritt am Sonntag gegen Altenrheine zu verschaffen. In Osterwick erwartet er gewiss „keinen Spaziergang“: „Bei Westfalia ist am Sonntag der Knoten geplatzt, ein ambitionierter A-Ligist. Da werden wir die Konzentration schon hoch halten müssen.“ Den Pokalwettbewerb nehme man „schon sehr ernst“. In der jüngeren Vergangenheit hatte die Eintracht selten Bäume ausreißen können. Das soll sich ändern.

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Ebenfalls die Außenseiterchance gegen Bezirksligisten nutzen wollen die SF Ammeloe (gegen TSG Dülmen), der FC Oldenburg (gegen Union Lüdinghausen) und die SF Graes (gegen VfL Billerbeck). A-Liga-Vergleiche auf Augenhöhe gibt es zwischen Union Wessum und GW Hausdülmen sowie dem SC Südlohn und Eintracht Stadtlohn. Irgendwie auch ein Derby zwischen zwei zuletzt überzeugenden Mannschaften.

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