Derbyzeit in der Landesliga – so gehen die Frauenteams in die Saison

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Durch die Aufsteiger SuS Legden und SpVgg Vreden wird die Landesliga zur echten Derbyliga. Wir haben auch in Oeding und Wessum auf Erwartungshaltung und personelle Veränderungen geschaut.

Kreis

, 01.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich vier Mannschaften aus dem Gebiet der Münsterland Zeitung treten in der kommenden Saison in der Frauen-Landesliga an. Dass neben den Aufsteigern SpVgg Vreden und SuS Legden sowie den bisher vertretenen Union Wessum und FC Oeding auch noch die Fußballkreis-Konkurrenten Fortuna Gronau, SG Coesfeld und GW Nottuln dabei sind, macht die Landesliga zu einer absoluten Derbyliga. Union wird zudem künftig auch in der Bezirksliga vertreten sein: mit der aufgestiegenen zweiten Mannschaft.

Die erste Wessumer Mannschaft musste sich in der abgelaufenen Serie mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben, stand beim Saisonabbruch auf Rang sechs. „Man hat in der Mannschaft eine gute Entwicklung gesehen, jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen“, sagt Trainer Marco Leimbach, der in seine zweite Saison bei den Frauen an der Südstraße geht. „Das Positive ist, dass wir unseren kompletten Stamm halten konnten und mit einer eingespielten Mannschaft in die Saison gehen.“

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Leistungsträgerin Charlotte Eismann habe sich trotz einer Wechseloption in eine höhere Liga für den Verbleib in Wessum entschieden. Somit steht kein Abgang zu Buche. Und Neuzugänge werden laut Leimbach höchstens aus der eigenen U17, nicht aber von außerhalb, dazukommen.

Ein bisschen mehr tut sich da beim Landesliga-Elften der Abbruch-Saison, FC Oeding. Zum einen hat sich mit Yvonne Schröer eine Bezirksliga-erfahrene Spielerin dem FC angeschlossen, die zuletzt mit der SG Heek/Oldenburg in die A-Liga aufgestiegen ist. Zum anderen befinden sich laut Meike Roters derzeit zwei vielversprechende Spielerinnen im Probetraining. Ansonsten baut auch der FC auf die eigene U17.

FC Oeding weiter verjüngt

„Wir werden uns noch weiter verjüngen“, sagt Meike Roters mit Blick auf Juliane Vogt und Janine Poll aus der „älteren Generation“, die nur noch als Standby-Spielerinnen zur Verfügung stehen. Das Traineramt hat sie an Markus Schmidt (SG Coesfeld) abgetreten und arbeitet jetzt mehr im Hintergrund. „Ich denke, dass sich unsere Chancen auf den Klassenerhalt durch die vielen Aufsteiger nicht verschlechtert haben“, so Meike Roters.

Zu den Neulingen zählt nach zwei Aufstiegen in Serie der SuS Legden. „Wir gehen ganz entspannt an die Aufgabe ran, weil wir wirklich nichts zu verlieren haben“, sagt Spielertrainerin Christina Krause. Sie hat mit Jennifer Lassak vom Weser-Ems-Bezirksligisten Fortuna Einen eine neue Spielerin an Bord, dafür wird Jessica Krutul voraussichtlich nicht mehr für den SuS auflaufen können. Ansonsten stehen alle Spielerinnen weiterhin zur Verfügung. Ihren Aufstieg haben die Legderinnen kürzlich standesgemäß mit „Durchmarsch“-Shirts gefeiert.

Ihren Durchmarsch von der Kreis- in die Landesliga feierten kürzlich die Frauen des SuS Legden.

Ihren Durchmarsch von der Kreis- in die Landesliga feierten kürzlich die Frauen des SuS Legden. © privat

Fast im Gleichschritt mit dem SuS hat sich die SpVgg Vreden von der Kreis- in die Landesliga vorgearbeitet. Kadermäßig tut sich bei den Blau-Gelben zur neuen Saison nicht viel, dafür hat es einen überraschenden Trainerwechsel gegeben. Das tut der Vredener Vorfreude auf ihre erste Landesliga-Saison aber keinen Abbruch.

Union Wessum II in neuen Gefilden

Ebenfalls in neuen Gefilden bewegen sich künftig die Frauen von Union Wessum II. Trainer Olaf Hoffmann traut seinem Team dabei mehr zu als nur den Klassenerhalt. „Das hängt aber auch davon ab, in welche Staffel wir eingeteilt werden. In der Ruhrgebietsgruppe ist es wahrscheinlich ein bisschen einfacher als in der Münsterlandgruppe.“

Seine Mannschaft besteht auch in der neuen Saison zum Großteil aus Spielerinnen der früheren Westfalenliga-B-Jugend. Von Fortuna Emsdetten kehrt Dilara Günes zurück zu Union, auch Ellen Amshoff ist nach einer Auszeit wieder dabei.

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