„Die Elf hat genug Potenzial“

Fußball: SuS-Trainer Martin Stroetzel im Gespräch

Die Fußballer des SuS Stadtlohn sind mit Martin Stroetzel als Trainer und zwei Punkten aus drei Spielen in ihre dritte Oberligassaison gestartet. Der 50-jährige Fußball-Lehrer lebt mit Frau und zwei Söhnen in Schermbeck. Wir haben mit dem neuen SuS-Coach gesprochen.

STADTLOHN

, 30.08.2016, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hallo Herr Stroetzel, was machen Sie eigentlich während der Woche beruflich? Ich bin für das Land NRW in der Verwaltung in der Stadt Wesel tätig. 

Und in der freien Zeit?  Wir haben ein größeres Anwesen, da ist im Garten immer einiges zu tun. Außerdem zählen auch noch zwei Jagdhunde zur Familie, die wollen täglich bewegt werden. Langeweile kommt da nicht auf.

Wie sind Sie zum Fußball gekommen? Da war ich noch ein ganz kleiner Junge. Ich habe im Alter von fünf oder sechs Jahren mit dem Fußballsport angefangen.

In welchem Verein haben Sie in der Jugend gekickt? Mein erster Verein hieß DJK Teutonia Schalke. Der Fußballklub ist in der ehemaligen Glückaufkampfbahn in Gelsenkirchen zuhause. Bei der Teutiona habe ich alle Spielklassen der Jugend durchlaufen.

Und wie ging Ihre Karriere bei den Senioren weiter? Ich habe im Angriff als Stürmer in der damaligen dritten Liga gespielt, und zwar bei den Vereinen 1. FC Bocholt, SF Katernberg und SpVgg Erkenschwick.

Wann haben Sie ihre erste Mannschaft als Trainer übernommen? Da war ich 32 Jahre alt. Wir haben damals umgebaut und ich hatte nicht mehr so viel Zeit. Der SV Schermbeck hat mich angesprochen, ob ich nicht Spielertrainer werden wollte. Die haben in der Bezirksliga gespielt. In Schermbeck bin ich dann 14 Jahre geblieben und habe die Trainerscheine bis zur A-Lizenz erworben.

Wie lief es sportlich? Wir sind innerhalb von vier Jahren aus der Bezirksliga bis in die Oberliga aufgestiegen und haben die Qualifikation für die NRW-Liga geschafft. Ich habe die Elf drei Jahre der Oberliga und vier Jahre in der NRW-Liga trainiert. Danach wollten der Klub und ich einen Wechsel. Olaf Thon sollte mein Nachfolger werden und sofort anfangen. Ich bin zur Winterpause gegangen. Thon hat Schermbeck später abgesagt. 

Welche Mannschaft haben Sie danach trainiert? Ich bin Trainer vom BSC Wanne-Eickel geworden. Die erste Mannschaft stand zu dieser Zeit mit nur neun Punkten als Abstiegskandidat am Tabellenende in der Westfalenliga Staffel II, das war eine richtige Schießbude. Da war ich insgesamt zwei Jahre tätig. Wir haben in der Rückserie den Klassenerhalt sicher gestellt und in der nächsten Spielzeit als eine der Spitzenmannschaften mit dem den Titel gekämpft.

Wie sind Sie zum SuS Stadtlohn gekommen? Durch den damaligen SuS-Trainer Daniel Sekic. Der hat bei mir als Spieler mit dem SV Schermbeck in der Landesliga gespielt. Wir haben den Kontakt nie ganz verloren. Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, sein Nachfolger beim SuS zu werden. Danach hat mich die sportliche Leitung des Klubs abgesprochen. Wir sind uns recht schnell einige geworden.

Jetzt sind Sie zwei Monate beim SuS. Wie gefällt es Ihnen im Verein? Grundsätzlich sehr gut, ich mag ein eher familiäres Umfeld. Sportlich gibt es einiges zu kritisieren. Es darf nicht sein, dass beim Trainingsauftakt die halbe Mannschaft in Urlaub ist. Die fehlende Fitness merkt man jetzt, da muss man sich als Trainer kritischen Fragen stellen.

Was trauen Sie dem Kader in der laufenden Serie zu? Die Elf hat genug Potenzial, um in der Oberliga zu bestehen. Wir werden wohl auch noch einen neuen Stürmer verpflichten können. Die Gespräche laufen gerade. Zudem müssen wir auch so schnell wie möglich den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach bringen.

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