Die ewige Winterpause: Wie der FC Ottenstein 16 spielfreie Wochen genutzt hat

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Fast vier Monate ohne Pflichtspiel ist der FC Ottenstein mittlerweile. Wie ist diese scheinbar ewige Winterpause zustande gekommen? Und wie hat Trainer Gerwing seine Kicker bei Laune gehalten?

Ottenstein

, 03.03.2020, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die älteren Fußballfreunde in Ottenstein werden sich vielleicht noch erinnern: Am 17. November 2019 standen die A-Liga-Kicker des FC letztmalig in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Zwar unterlag Ottenstein bei Spitzenreiter SV Heek mit 1:3, dennoch hatte das Team eine gute Leistung gezeigt und war voller Tatendrang, schon bald weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Doch die Chance haben dazu sie bis heute nicht bekommen.

Nachdem die drei im Dezember angesetzten Spiele den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer gefallen waren, sollte es für die Ottensteiner eigentlich am 16. Februar mit der Partie bei den Sportfreunden Ammeloe weitergehen. Doch auch dort ließ ein gesperrter Rasenplatz die Begegnung platzen.

Dann kam der 19. Februar: Bereits umgezogen und aufgewärmt schien alles startklar für die Nachholpartie gegen den SC Südlohn. Die Stadt Ahaus hatte den Ottensteiner Sportplatz nicht gesperrt – doch der Schiedsrichter hielt den Rasen für unbespielbar und pfiff nicht an. Immerhin: Bereits frühzeitig abgesagt wurde die Begegnung mit der DJK Stadtlohn am 1. März.

Die Enttäuschung beim Team war riesig

„Das Südlohn-Spiel war schon die Krönung“, erinnert sich Trainer Thomas Gerwing. „Ich hatte schon meine Ansprache gehalten, alle waren total heiß auf das Spiel – und dann wurde es wieder nichts.“ Die Enttäuschung bei seinem Team sei riesig gewesen. „Und das war für mich ein positives Zeichen, dass alle motiviert sind, endlich wieder zu spielen.“

Dass das Kellerduell am kommenden Sonntag beim FC Epe II stattfinden kann, ist in Anbetracht des vorhandenen Kunstrasenplatzes sehr wahrscheinlich. Dann hätten die Ottensteiner eine scheinbar ewige Winterpause von 16 Wochen hinter sich. Das sind fast vier Monate. Im Vergleich: Die Pause im Sommer zwischen dem letzten Pflichtspiel der Saison 2018/19 und dem ersten in der neuen Spielzeit betrug für die Ottensteiner gerade mal neun Wochen.

Trainer Thomas Gerwing musste die Ottensteiner Kicker über viele Wochen ohne Pflichtspiel bei Laune halten.

Trainer Thomas Gerwing musste die Ottensteiner Kicker über viele Wochen ohne Pflichtspiel bei Laune halten. © Johannes Kratz

Für Trainer Gerwing war es schon eine Herausforderung, die Spannung und Stimmung bei seinem Team aufrechtzuerhalten. Immerhin war die Winter-Vorbereitung, die Mitte Januar begonnen hat, auf das geplante Spiel am 16. Februar in Ammeloe ausgerichtet. „Unter diesen Umständen haben wir das aber ganz gut hinbekommen“, sagt der Trainer. Auf den Kunstrasenplätzen im Ahauser Stadtpark oder im niederländischen Buurse konnte er mit seinem Team die ein oder andere Einheit bestreiten.

Ein Alternativ-Programm gab es für die Ottensteiner nicht

Neben dem Platz gab es kein Alternativ-Programm wie etwa im Schwimmbad oder beim Spinning. „Mir war es wichtig, den Spielern nicht mit so vielen Terminen auf den Keks zu gehen“, sagt Gerwing. „Wir haben uns auf das Wesentliche konzentriert, auf unserer Anlage so viel wie möglich mit dem Ball gemacht. Und wenn es um Laufeinheiten ging, sollten die Jungs ihr Pensum am Wochenende für sich selbst erfüllen.“

Unterm Strich ist Gerwing zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung. Bei den beiden Testspielen gegen die B-Ligisten SC Ahle (7:0) und RW Nienborg (2:0) habe sich sein Team gut verkauft. Und das Wichtigste: Aktuell gibt es keine Verletzten beim Tabellenvorletzten.

Die kommenden Wochen könnten intensiv werden

Das ist gerade deshalb wichtig, weil die nächsten Wochen sehr intensiv werden könnten. Die ausgefallenen Spiele müssen schließlich nachgeholt werden. Allein für den März sind sieben Ligaspiele für die Ottensteiner angesetzt, also bis Monatsende jeden Sonntag und Donnerstag eins. Thomas Gerwing: „Klar müssen wir da gut mit den Kräften haushalten. Aber das ist auch die Chance, in einen positiven Lauf zu kommen. Die Spieler und ich haben jedenfalls Bock darauf.“

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