Engin Yavuzaslan vor Paderborn-Spiel: „Wir müssen offen mitboxen“

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Ohne Punkte steht Oberliga-Aufsteiger SpVgg Vreden nach zwei Spieltagen da. Das soll sich im Heimspiel gegen den SC Paderborn II ändern. Trainer Engin Yavuzaslan hat Ideen, wie das klappen kann.

Vreden

, 19.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gute Ansätze haben die Vredener in den ersten beiden Oberliga-Spielen ihrer Vereinsgeschichte gezeigt. Trotzdem gingen die Partien gegen Eintracht Rheine und den ASC Dortmund jeweils mit 2:3 verloren. Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SC Paderborn II haben mit Trainer Engin Yavuzaslan gesprochen.

Wie hat ihre Mannschaft die Niederlage in Dortmund trotz Pausenführung verdaut?
Ich muss schon sagen: Das war brutal, weil wir zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten erlebt haben. In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft es gigantisch gemacht und die Dortmunder mit unserem Zonenpressing genau da gehabt, wo wir sie haben wollten. Dann kam leider, genau wie schon gegen Rheine, ein frühes Tor in der zweiten Halbzeit. Hätten wir diese Drangphase ohne Gegentor überstanden, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Aber: Wir haben das alles unter der Woche knallhart analysiert.

Was muss besser werden, damit am Sonntag Zählbares aufs Vredener Konto kommt?
Also die Niederlage war sicher auch unserer fehlenden Erfahrung geschuldet. Das sind die Lehrgelder, die unsere junge Mannschaft zahlt. Aber wir sollten es schon hinbekommen, unsere Performance über 90 Minuten zu bringen und nicht nur eine Halbzeit lang. Dann haben wir eine gute Chance.

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Inwiefern macht die Trainingswoche Ihnen Mut, dass das auch klappt?
Die Jungs trainieren seit Wochen sehr gut, in Sachen Einstellung kann ich ihr überhaupt keinen Vorwurf machen. Wie gesagt: Wir haben uns akribisch auf Sonntag vorbereitet und werden auch gegen Paderborn auf Sieg spielen. Was anderes können wir auch nicht. Wir müssen offen mitboxen und hoffen, dass wir dem Gegner mehr Schläge versetzen als er uns.

Haben die beiden Niederlagen zum Start schon auf die Stimmung gedrückt?
Nein, die ist weiterhin top. Wir glauben an unsere Chance. Und man darf auch nicht vergessen: Für die meisten sind wir doch Abstiegskandidat Nummer eins. Insofern haben wir auch jetzt keinerlei Druck.

Welche Veränderungen wird es im Vergleich zur Vorwoche im Kader geben?
Da müssen wir noch abwarten, wie sich zum Beispiel die muskulären Probleme bei Nico Ostenkötter entwickeln. Oder auch, wie es bei Leon Kondring, Marvin Hakvoort und Timo Grabowky, die alle unter der Woche grippegeschwächt waren, aussieht.

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Wie schätzen Sie die Gäste aus Paderborn ein?
Die sind für mich ein Kinder-Überraschungsei. Ich weiß nicht, was drin sein wird, also wer letztendlich bei denen spielen wird, oder ob es Unterstützung von der ersten Mannschaft gibt. In jedem Fall wird eine spielstarke und taktisch gute Mannschaft kommen.

Sie haben vor der Saison gesagt, dass das Hamalandstadion eine Festung werden soll. Kann es helfen, dass jetzt wieder über 300 Zuschauer kommen dürfen?
Auf jeden Fall. Jeder Vredener, der am Platz steht, hilft uns und puscht die Spieler nach vorne. Ich würde mich freuen, wenn wir das Stadion so oft wie möglich voll kriegen.

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