Das Spieljahr 2019 ist für die meisten A-Ligisten Geschichte. Wir werfen einen Blick zurück und geben eine Prognose für die Restsaison. Weiter geht‘s mit der unteren Tabellenhälfte.

Kreis

, 11.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Drei Nachholspiele sind für das kommende Wochenende noch angesetzt. Doch auch so ist es an der Zeit für ein Zwischenfazit. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit den Mannschaften aus dem Gebiet der Münsterland Zeitung auf den Plätzen 9 bis 16.


SC Südlohn: Platz 9, 17 Spiele 23 Punkte, 38:39 Tore

So lief es bisher: Mit einer Serie von vier Siegen zum Saisonstart sorgten die Südlohner für Furore. Danach rutschten sie langsam ins Tabellenmittelfeld ab und erlebten in den vergangenen fünf Partien nun eine Negativserie. Auch neben dem Platz machte der SC bisher eine turbulente Saison durch: Vergangene Woche trennte sich der Verein von Trainer Carsten Potthoff und holte mit Peter Ellermann seinen Meistertrainer von 2015 als Interimslösung zurück.
Das sagt Spielertrainer Jörg Krüchting: „Mit den vier Siegen zum Start hatten wir selbst nicht gerechnet. Danach haben sich Siege und Niederlagen abgewechselt. Insgesamt fehlte uns etwas die Kaltschnäuzigkeit, was oft bestraft wurde. Wir haben aber fast alle Mannschaften besiegt, die unter uns stehen, und sind unterm Strich immer noch positiv.“
MLZ-Prognose: Nach Platz 14 in der Vorsaison hat der SC schon einige Fortschritte gemacht und wird auch in der Rückrunde die nötigen Zähler sammeln, um den aktuellen Mittelfeldplatz zu halten.

Die Sportfreunde Ammeloe mit Matthäo Vehof (r.) und Lukas Ritter heben mit 22 Zähler bereits doppelt so viele gesammelt wie der FC Ottenstein, hier mit Jens Lünterbusch.

Die Sportfreunde Ammeloe mit Matthäo Vehof (r.) und Lukas Ritter heben mit 22 Zähler bereits doppelt so viele gesammelt wie der FC Ottenstein, hier mit Jens Lünterbusch. © Johannes Kratz

SF Ammeloe: Platz 10, 17 Spiele, 22 Punkte, 32:36 Tore
So lief es bisher: Mit Ausnahme des 7. Spieltags (Platz 6) pendeln die Ammeloer konstant zwischen Platz 8 und 12. Die Konstanz in Sachen Tabellenplatz fehlt den Sportfreunden allerdings in ihren Leistungen. Dass sie mit den Teams von oben mithalten können, haben sie etwa beim Auswärtssieg in Stadtlohn (4:2) oder bei den engen Partien gegen Wessum und Ellewick gezeigt. Dem gegenüber stehen aber auch Niederlagen in Ottenstein (1:2) oder zu Hause gegen Vorwärts Epe II (0:3).
Das sagt Trainer Matthias Wesseler: „Die Saison war bisher okay, aber nicht zufriedenstellend. Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen, obwohl wir oft nicht die schlechtere Mannschaft waren. Da fehlte auf dem Platz ab und an die Konzentration. Wenn wir mal zwei gute Wochen hatten, kamen danach drei schlechte.“
MLZ-Prognose: In den vergangenen Jahren war in Ammeloe meist Abstiegskampf angesagt. Das wird den Sportfreunden diesmal erspart bleiben. Große Sprünge nach oben dürften sie aber auch nicht mehr machen.

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GW Lünten: Platz 11, 17 Spiele, 19 Punkte, 24:23 Tore
So lief es bisher: Ähnlich wie der SC Südlohn erwischten die Lüntener einen Top-Start, unter anderem mit einem 8:0-Sieg gegen den SuS Stadtlohn II, und standen nach drei Spieltagen an der Ligaspitze. Die Derby-Niederlage gegen den ASV Ellewick leitete dann eine lange Durststrecke mit neun sieglosen Spielen ein. Nur die Heimsiege gegen Südlohn und die DJK Stadtlohn verhinderten den Sturz in die Abstiegszone. Kurioserweise stellt Grün-Weiß trotzdem die zweitbeste Defensive der Liga.
Das sagt Spielertrainer Stefan Bennink: „Unsere bisherige Ausbeute ist schon unbefriedigend. Vor allem, weil Aufwand und Ertrag nicht zusammenpassen. Für die Leistungen, die wir über weite Strecken gezeigt haben, sind es zu wenig Punkte. Hinten sind wir zwar stabil, dafür fehlt uns vorne die Effektivität.“
MLZ-Prognose: Die Lüntener werden die Abstiegszone im Blick halten müssen, letztlich aber sicher die Klasse halten.

Eintracht Ahaus II: Platz 12, 17 Spiele, 19 Punkte, 30:51 Tore
So lief es bisher: Nachdem einige Leistungsträger zur ersten Mannschaft aufgerückt waren, zählten die Ahauser vor der Saison zum Kreis der Abstiegskandidaten. Doch auch wenn es auswärts nur zwei Punkte und einige herbe Pleiten gab (1:6 in Heek, 1:7 in Südlohn, 2:10 in Wessum), holten die Ahauser zu Hause regelmäßig ihre Punkte. Unter anderem bezwangen sie den SuS Stadtlohn II, den FC Vreden und Fortuna Gronau. Insgesamt standen schon 38 (!) verschiedene Spieler für die Eintracht-Reserve auf dem Platz.
Das sagt Trainer Matthias Junk: „Gerade die Entwicklung der letzten Wochen mit sechs Spielen ohne Niederlage stellt uns schon zufrieden. Unsere junge Truppe ist auch mit Drucksituationen in engen Spielen gut umgegangen. Aber die Kuh ist noch nicht vom Eis, nach Ostern stehen jede Menge direkte Duelle an, das wird spannend.“
MLZ-Prognose: Die Ahauser werden sich dem Abstiegskampf stellen müssen, am Ende aber knapp über dem Strich stehen.

FC Ottenstein: Platz 15, 16 Spiele, 11 Punkte, 20:38 Tore

So lief es bisher: Verkorkst ist wohl der passende Begriff für die bisherige Saison der Ottensteiner. Mit einem Sieg gegen Ammeloe gestartet, lief lange Zeit wenig zusammen für den Zwölften der Vorsaison. Dabei kam er zweimal unter die Räder (2:6 in Südlohn, 0:6 beim FC Vreden) und verlor ansonsten nur knapp. Erst am 9. November gelang gegen Schöppingen der zweite Saisonsieg. Kein Team spielte so oft unentschieden wie der FC (fünfmal) und kein Team erzielte so wenig Tore (20). Allerdings haben die Ottensteiner auch als einzige Mannschaft noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.
Das sagt Trainer Thomas Gerwing: „Die größte Herausforderung war es für uns, zu akzeptieren, dass es wieder klar gegen den Abstieg geht. Vor der Saison hatten wir uns alle mehr erhofft. Nach einem Gespräch zwischen Mannschaft und Vorstand und dem Sieg gegen Schöppingen waren wir auf einem guten Weg, deshalb ist es schade, dass zuletzt so viele Spiele ausgefallen sind. Aber der Glaube ist bei uns allen absolut da, dass wir die Klasse halten werden.“
MLZ-Prognose: Der FC wird sich strecken müssen, um einem wahrscheinlichen Relegationsspiel als Vorletzter zu entgehen. Er wird entweder direkt oder im Entscheidungsspiel die Liga halten.

Die DJK Stadtlohn klebt am Tabellenende fest.

Die DJK Stadtlohn klebt am Tabellenende fest. © Sascha Keirat

DJK Stadtlohn: Platz 16, 17 Spiele, 7 Punkte, 21:55 Tore
So lief es bisher:
In der Vorsaison sind die Stadtlohner dem Abstieg gerade noch entgangen, aktuell spricht wenig dafür, dass der Klassenerhalt noch einmal gelingt: erst ein Sieg, im Schnitt über drei Gegentore pro Spiel. Von vielen Gegnern gab es Lob, gerade für den Kampfgeist der Mannschaft – doch dafür kaufen können sich die Stadtlohner bislang nichts. Für die restliche Saison sucht der Verein noch einen Nachfolger für den gesundheitsbedingt ausgeschiedenen Trainer Marcel Gajewiak.
Das sagt Co-Trainer Mark Erning: „Die Punktausbeute ist schon erschreckend. Vor allem, weil wir uns oft um den Lohn für unsere Arbeit gebracht haben. Die Truppe ist definitiv A-Liga-tauglich, hat aber zum einen durch viele Ausfälle, zum anderen durch Pech in den Spielen unterm Strich einfach zu wenig Punkte geholt. Aber wir haben die Hoffnung noch lange nicht verloren.“
MLZ-Prognose: Die DJK wird noch einige Punkte holen, letztlich aber den Gang in die B-Liga antreten müssen.

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