SpVgg-Kicker Tim Schücker und Marvin Hakvoort fachsimpeln über Schalke und Gladbach

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Mit der SpVgg Vreden stecken beide in der Vorbereitung. Für ihre Teams in der Bundesliga geht’s am Freitag wieder los. Tim Schücker (Schalke) und Marvin Hakvoort (Gladbach) sprechen drüber.

Vreden

, 16.01.2020, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Platz ziehen sie für die SpVgg Vreden in der Westfalenliga an einem Strang. In der Bundesliga schlagen ihre Herzen für zwei unterschiedliche Klubs. Und die treffen zum Rückrundenstart am Freitagabend aufeinander. Während Schalke-Fan Tim Schücker auf einen Heimsieg der Königsblauen setzt, gibt sich Gladbach-Anhänger Marvin Hakvoort vorsichtiger und tippt auf ein Remis.

„Bei mir in der Familie ist gefühlt jeder Schalke-Fan“, sagt Tim Schücker. Für den 25-Jährigen habe sich also nie so wirklich die Frage gestellt, welchem Bundesligisten er die Daumen drücken sollte. Seit fünf Jahren gemeinsam mit dem Vater Dauerkarten-Inhaber, ist Tim Schücker mit dem bisher Erreichten (Platz fünf) zufrieden. „Ich habe mir in den letzten Jahren aber abgewöhnt, allzu euphorisch zu werden, wenn es um Schalke geht.“ Die Konstanz habe auf vielen Ebenen gefehlt.

Mit Trainer David Wagner, der charakterlich gut zum Klub passe, vor allem aber Sportvorstand Jochen Schneider sei der Klub auf einem guten Weg, das zu ändern. „Ich finde, dass er strategisch die richtigen Entscheidungen getroffen und gute Transfers getätigt hat.“ Der jüngste Neuzugang Jean-Clair Todibo sei beispielhaft dafür. „Leute zu holen, die keine allzu hohen Erwartungen bei den Fans wecken, aber Potenzial haben und später höhere Ablösesummen bringen, ist in meinen Augen der richtige Weg.“

SpVgg-Kicker Tim Schücker und Marvin Hakvoort fachsimpeln über Schalke und Gladbach

Genau wie seine Schalker überwintert auch Tim Schücker (M.) mit der SpVgg auf Platz fünf. © Sascha Keirat

In der aktuellen Saison sei das Erreichen des Europapokals durchaus möglich. Entscheidend sei, wie sich die Knappen zum Start ins Spieljahr schlagen. Angefangen mit dem Topspiel gegen die Fohlen-Elf am Freitagabend. „Die Gladbacher haben eine gute Mannschaft, das Spiel kann in beide Richtungen ausschlagen. Ich tippe auf ein 2:1 für Schalke.“ Für Schücker entscheide sich erst kurzfristig, ob er das Spiel live im Stadion verfolgen werde oder im Trainingslager in Willingen mit der Vredener Mannschaft.

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Da wird Marvin Hakvoort nicht dabei sein. Der Gladbach-Fan befinde sich gerade mitten in der Klausurenphase für sein Maschinenbau-Studium und hat sich vom Trainingslager abgemeldet. Das Spiel in Gelsenkirchen werde er aber auf jeden Fall schauen, „entweder mit Kumpels oder zu Hause mit meinem Vater“.

Ähnlich wie bei seinem Mitspieler Schücker ist auch bei Marvin Hakvoort die familiäre Prägung der Grund für die Vereinswahl. „Mein Opa war auch schon Gladbach-Fan.“ Und gerade in dieser Saison können die Hakvoorts die Bundesliga, die ihr Team wochenlang anführte, so richtig genießen. „Ehrlich gesagt finde ich aber schon, dass Leipzig jetzt verdient ganz oben steht. Die haben deutlich konstanter gespielt.“

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Dennoch: Die Arbeit von Manager Max Eberl und Trainer Marco Rose, der Hakvoort sehr sympathisch ist, sei wirklich gut. „Auch in dieser Saison haben sie bei den Neuzugängen wieder ein gutes Händchen bewiesen. Allen voran Thuram, aber auch Embolo hat sich wirklich gut gemacht.“

In der Schalker Arena erwartet der Vredener ein schweres Auswärtsspiel und tippt auf 1:1. Für das Saisonende hofft der 22-Jährige, dass die Borussia ihre gute Ausgangslage nutzt und auf einem Champions League-Platz landet. „Für ganz oben wird es wohl nicht reichen, aber Platz vier wäre schon ein großer Erfolg.“

SpVgg-Kicker Tim Schücker und Marvin Hakvoort fachsimpeln über Schalke und Gladbach

Marvin Hakvoort in Aktion © Sascha Keirat

In ähnlichen Tabellengefilden wie ihre Teams in der Bundesliga stehen die beiden Offensivakteure aktuell auch mit der SpVgg in der Westfalenliga. Bei zwei Punkten Rückstand ist die Tabellenspitze für den Ligafünften weiterhin in Reichweite. Bevor es ab dem 16. Februar wieder um Punkte geht, können sich beide erst einmal der Bundesliga widmen.

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