Hackenforts Rückkehr zur alten Liebe: „SuS hat mir sehr viel gegeben“

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Vor zehn Jahren hat Rainer Hackenfort den SuS Stadtlohn verlassen. Am Sonntag kehrt er erstmals als Gegner zurück an die Uferstraße. Der Spielertrainer des SV Heek freut sich, der SuS auch.

Heek

, 09.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeden Montag stellt die Münsterland Zeitung die Elf des Spieltags im Amateurfußball zusammen. Am ersten Spieltag bestand der Angriff aus Markus Krüchting und Rainer Hackenfort – einst gefürchtetes Sturmduo beim SuS Stadtlohn. Doch das ist lange her, beide stehen längst als Spielertrainer bei anderen Klubs in der Verantwortung. Für Rainer Hackenfort, im Sommer mit dem SV Heek in die Bezirksliga aufgestiegen, steht nun ein ganz besonderes Spiel an, wenn er am Sonntag mit dem HSV zu Gast beim SuS ist.

„Dass ich zehn Jahre nach meiner Zeit beim SuS noch mal ein Pflichtspiel in Stadtlohn gegen die erste Mannschaft bestreiten würde, hätte ich nicht gedacht. Aber so kann es im Fußball gehen“, sagt Rainer Hackenfort. Tatsächlich hat er seit 2010 nie wieder im Stadion an der Uferstraße gespielt. Das letzte Aufeinandertreffen mit dem SuS I erlebte der heute 36-Jährige im März 2017. Als Spielertrainer des TuS Wüllen, damals Kreisliga A, gelang im Viertelfinale des Kreispokals beinahe eine Überraschung gegen den damaligen Oberligisten SuS. Der gewann letztlich aber im Elfmeterschießen.

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An Stadtohner Oberligazeiten erinnert sich auch Rainer Hackenfort noch gut. Von 2002 bis 2004 stand der Angreifer insgesamt 65 Mal in der höchsten westfälischen Spielklasse für den SuS auf dem Platz und erzielte dabei 15 Tore. Nach seiner Zeit beim SV Schermbeck kehrte Hackenfort 2008 noch für zwei Westfalenliga-Spielzeiten an den Losberg zurück. Kein Wunder, dass der Ahauser viele schöne Erinnerungen an die alte Liebe SuS hegt.

„Der SuS war sicherlich die prägendste Station in meiner Laufbahn. Ich bin als C-Junior dorthin gewechselt und kann rückblickend sagen, dass das ein richtiger und wichtiger Schritt war. Ich hatte dort super Trainer, habe sehr viel gelernt. Der Verein hat mir viel gegeben und ich habe auch heute noch viele Freunde dort, vor allem im Vorstand.“

Nach der Saison 2009/2010 wurde Rainer Hackenfort beim SuS Stadtlohn verabschiedet.

Nach der Saison 2009/2010 wurde Rainer Hackenfort beim SuS Stadtlohn verabschiedet. © Bernhard Mathmann

Dass auch die Stadtlohner sich auf die Rückkehr ihres früheren Goalgetters freuen, bestätigt Geschäftsführer Michael Schley: „Rainer war zu seiner Zeit bei uns eine prägende Figur. Er hat es immer geschafft, die Leute zu begeistern. Seien es seine Mitspieler oder auch die Kids, für die er mit seiner Spielweise ein Vorbild war. Außerdem war er einer der Wenigen, die sich auf Anhieb im ersten Seniorenjahr einen Stammplatz in der Oberliga erkämpft haben.“

Trainerlaufbahn war zu erahnen

Schon damals sei zu erahnen gewesen, dass Hackenfort mal auf die Trainerschiene wechseln würde. Und als Spielertrainer hat er bereits Erfolge vorzuweisen, hat er doch vor dem SV Heek auch schon den TuS Wüllen in die Bezirksliga geführt. Dass er auch als Stürmer noch immer brandgefährlich ist, beweisen nicht zuletzt seine zwei Treffer beim Auftaktsieg gegen die SpVgg Vreden II am Sonntag.

Dass die Aufgabe an alter Wirkungsstätte dennoch sehr schwer wird, dessen ist sich Hackenfort sicher: „Der SuS muss als erstes genannt werden, wenn es um die Frage der Titelfavoriten in unserer Liga geht. Die Mannschaft hat viel Qualität. Aber unsere Jungs sind alle hochmotiviert und werden alles geben, um in Stadtlohn zu bestehen.“

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Auch wenn sich beide Mannschaften nun von der Ligazugehörigkeit her auf Augenhöhe bewegen, sei der Gesamtverein SuS schon noch eine andere Hausnummer. „Allein, wenn man sich die Jugendabteilung anguckt, können wir als kleiner Verein da nicht mithalten“, so Hackenfort. Umso reizvoller sei die Aufgabe, dem Gastgeber am Sonntag die Stirn zu bieten. Zur Erinnerung: 2015 spielte Heek noch in der Kreisliga B und der SuS fünf Spielklassen höher in der Oberliga.

Ein ganz besonderes Duell steht also sowohl für den HSV als auch für seinen Spielertrainer vor der Tür.

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