Heiß aufs Endspiel: SpVgg und SuS am Donnerstag im Halbfinale gefordert

rnFußball

Auf ihr erstes Pflichtspiel seit März freuen sich die SpVgg Vreden und der SuS Stadtlohn. Dabei geht es direkt um viel: den Einzug ins Kreispokal-Finale. Entsprechend heiß sind beide Teams.

Stadtlohn, Vreden

, 19.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon jetzt steht fest, dass der Kreispokalwettbewerb Ahaus/Coesfeld 2020 irgendwann als ein sehr ungewöhnlicher in der Historie auftauchen wird. Die Halbfinals am Donnerstag, 20. August, werden coronabedingt mit rund fünfmonatiger Verspätung ausgetragen. Gleichzeitig sind die Duelle praktisch gesehen die ersten Pflichtspiele der neuen Saison. Das Endspiel am Samstag, 29. August in Legden, haben Oberligist Vreden und Bezirksligist Stadtlohn fest ins Visier genommen.

ASC Schöppingen - SpVgg Vreden (Donnerstag, 19 Uhr, Vechtestadion)
Kreisliga A gegen Oberliga – die Rollen sind hier ganz klar verteilt. „Auch wenn wir dem Gegner mit dem nötigen Respekt begegnen, ist das Weiterkommen für uns Pflicht, ohne Wenn und Aber“, stellt Trainer Engin Yavuzaslan klar. Um sein Team auf diese Partie einzustellen, ließ der Coach die Blau-Gelben noch am Wochenende in Wulfen bei einem A-Ligisten testen. „Ich denke schon, dass es in Schöppingen ähnlich zugehen wird. Die werden zehn Lkw im Strafraum parken und um jeden Millimeter fighten“, so Yavuzaslan. „Für die ist das das Spiel des Jahres.“

Jetzt lesen

Für die Vredener die Chance, nach 2017 mal wieder in ein Pokalfinale einzuziehen. Damals holten sie in Legden den Pott mit Sportleiter Frank Bajorath an der Seitenlinie. Gegner war: der ASC Schöppingen, den die SpVgg mit 3:0 besiegte. Anders als sein neues Team muss Coach Yavuzaslan nicht so weit zurückdenken: Er ist amtierender Pokalsieger, gewann 2019 die Trophäe mit der DJK Coesfeld.

Der Trainer muss am Donnerstag noch auf den ein oder anderen angeschlagenen Akteur verzichten: Bas Reekers fällt mit einem Haarriss im Sprunggelenk noch eine Weile aus, der neue Kapitän Jannik Enning und Niklas Hilgemann haben zuletzt wieder trainiert, zumindest Hilgemann wird aber aller Voraussicht nach noch nicht im Kader stehen. Genauso wie Raul Völkering (muskuläre Probleme), Dennis Wüpping und Timo Grabowsky, die kommende Woche voll ins Mannschaftstraining einsteigen sollen.

Stephan Hartmann will mit der SpVgg ins Pokalfinale.

Stephan Hartmann will mit der SpVgg ins Pokalfinale. © Sascha Keirat

SG Coesfeld - SuS Stadtlohn (Donnerstag, 19.30 Uhr, VR-Bank-Sportpark)
Obwohl beide Teams kommende Saison auf Augenhöhe in der Bezirksliga agieren, gilt Vizemeister SuS als Favorit aufs Finale. „Nur auf die Tabelle der Vorsaison zu schauen, ist mit zu einfach“, sagt Stadtlohn-Trainer Stefan Rahsing. „Ich kann versprechen, dass meine Mannschaft genauso heiß auf dieses Spiel ist wie die Coesfelder. Wir sind absolut gierig aufs Finale, allein schon, weil es unsere einzige Chance ist, uns noch für die starke Saison zu belohnen.“

Und der SuS hat den wohl steinigsten Weg der vier Halbfinalisten zurückgelegt, mit Landesligist Eintracht Ahaus im Achtelfinale (8:6 nach Elfmeterschießen) und Westfalenligist GW Nottuln im Viertelfinale (4:2) zwei Hochkaräter aus dem Weg geräumt. Dass es beim Bezirksliga-Aufsteiger in Coesfeld nun einfacher wird, glaubt Stefan Rahsing nicht: „Die haben eine hohe Geschwindigkeit auf den Flügeln und spielen gefährliche Konter – wenn man sie lässt.“ Und genau das wolle der SuS natürlich unterbinden, sich stattdessen möglichst mit einem frühen Treffer die Basis fürs Weiterkommen legen.

Jetzt lesen

Der Stadtlohner Kader sei so aufgestellt wie auch in den vergangenen Testspielen. Es könne aber Rückkehrer geben, etwa Maximilian Rhein, der beste SuS-Torschütze der abgebrochenen Bezirksliga-Saison.

Der SuS stand übrigens 2018 zuletzt im Pokalfinale und setzte sich in Wüllen unter Trainer Rob Reekers gegen Vorwärts Epe durch.

Lesen Sie jetzt

Mit Spannung haben die Teams der neuen Bezirksliga 11 den Spielplan für 2020/21 erwartet. Der steht nun fest und hält etliche Derbys parat. Gleich zu Beginn kommt der SV Heek in den Genuss. Von Sascha Keirat

Lesen Sie jetzt