Hendrik Brügging nach Oedinger Traumstart: „Wir wollen unter die Top Drei“

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Spitzenreiter mit dem FC Oeding, Führender in der Torjägerliste der Kreisliga A1. Für Neuzugang Hendrik Brügging hätte die Saison kaum besser starten können. Wir haben mit ihm gesprochen.

Oeding

, 29.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zur neuen Saison ist Hendrik Brügging von der SpVgg Vreden II zum FC Oeding gewechselt. Aus der Bezirksliga in die Kreisliga A. Im Grenzstadion hat sich der 23-Jährige in den ersten Partien direkt als Volltreffer erwiesen. Im Interview spricht Brügging unter anderem über seinen Wechsel und das anstehende Derby mit dem SC Südlohn.

Sechs Tore in vier Spielen, Tabellenführer mit dem neuen Klub. Ihren Wechsel nach Oeding haben Sie bisher nicht bereut, oder?
Nein, auf keinen Fall. Wir haben wirklich einen sehr guten Start erwischt. Erst mal sind wir glücklich, dass wir überhaupt wieder kicken dürfen. Dass es dann für uns auch noch so rund läuft mit zehn Punkten aus vier Spielen, ist natürlich umso schöner.

Warum haben Sie sich vor der Saison für den Weggang vom Bezirksligateam der SpVgg Vreden entscheiden?
Ein wichtiger Grund war, dass ich ja als Industriekaufmann in Oeding arbeite. Da kann ich von der Arbeit direkt zum Training fahren, was natürlich praktisch ist. Außerdem gefällt mir, wie hier gearbeitet wird. Viele Spieler kannte ich schon vorher, wie zum Beispiel Robin Ring, mit dem ich in Stadtlohn in der A-Jugend gespielt habe. Oder auch Pierre van de Sand, mit dem ich zusammen Abitur gemacht habe. Daher hatte ich schon vorher positive Eindrücke von der Mannschaft.

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Was zeichnet Ihre neue Mannschaft denn besonders aus?

Zum einen, dass sie sehr spielstark ist und versucht, alles fußballerisch zu lösen. Im Zentrum haben wir technisch gute Spieler wie unseren Trainer Jeroen van der Veen, Sebastian Haddick, Guido Vierhaus oder auch Bastian Sicking, die uns Stürmer gut mit Vorlagen bedienen. Insgesamt haben wir glaube ich einen guten Mix aus erfahrenen Leuten, die schon lange dabei sind, und jungen Wilden, wie man so schön sagt.

Nach dem Remis zum Start in Nienborg hat Ihr Team klare Siege gefeiert. 5:0 gegen den FC Epe II, 4:1 beim SuS Stadtlohn II und zuletzt 6:1 gegen Union Wessum. Welches Spiel hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
Schon das letzte, weil mit so einem Ergebnis überhaupt nicht zu rechnen war. Mit Wessum ist eine echte Hausnummer zu uns ins Stadion gekommen. Dass wir da schon zur Pause 3:0 führen würden, hätte ich niemals erwartet. Das hat schon richtig Spaß gemacht.

Es sind erst vier Spieltage absolviert. Sehen Sie den FC trotzdem als Kandidaten fürs Titelrennen?

Wir versuchen, ganz oben mitzuspielen. Ich denke, wir haben das Zeug, unter den ersten Dreien zu landen. Aber wie gesagt: Nach vier Spieltagen lässt sich das schwer beurteilen. Man muss ja nur in die Bundesliga gucken, da sind die Bayern auch nicht ideal gestartet und stehen am Ende wahrscheinlich trotzdem oben. In unserer Liga gibt es auch andere Mannschaften, die Ansprüche für ganz oben haben. Ich denke, wenn wir zur Winterpause immer noch so gut dastehen sollten, können wir mehr dazu sagen.

Am Sonntag steht nun das Derby beim SC Südlohn an. Ist das für Sie als Vredener auch ein besonderes Spiel? Und wie erleben Sie die Vorfreude bei den Mitspielern?
Man merkt schon eine gewisse Anspannung in so einer Derbywoche. Das kenne ich natürlich auch aus meiner Zeit in Vreden, wenn es gegen Ammeloe, Lünten, Ellewick oder den FC ging. Die letzten Duelle in Südlohn hat Oeding immer gewonnen. Diese Serie wollen wir jetzt natürlich ausbauen, aber in einem Derby kann alles passieren. Auch wenn Südlohn jetzt Tabellenletzter ist, haben die eine gute Mannschaft, die uns ärgern kann. Das wollen wir natürlich verhindern und unseren guten Saisonstart bestätigen.

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In Vreden waren Sie unter Trainer Marcus Feldkamp auf dem Sprung in die erste Mannschaft, standen dreimal in der Westfalenliga auf dem Platz. Haben Sie Ambitionen, noch mal auf höherem Niveau zu spielen?

Damals in Vreden habe ich die Vorbereitung auf die Westfalenligasaison mitgemacht. Aber ich habe fast zeitgleich ein duales Studium neben dem Beruf begonnen. Da war mir die zeitliche Belastung zu groß, zum Beispiel durch die langen Auswärtsfahrten. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und da steht der Beruf bei mir vor dem Hobby. Grundsätzlich habe ich aber immer die Ambition, in einer guten Mannschaft zu spielen, was ich ja jetzt auch tue. Nächstes Jahr fange einen neuen Studiengang an, da wird sich an meiner Situation nichts ändern. Was dann in drei, vier Jahren noch kommt, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen.

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