Heute vor 18 Jahren: Als Kult-Trainer Werner Lorant in Vreden wütete

Fußball

Werner Lorant war ein Original auf deutschen Trainerbänken. Neben seinem Zigarettenkonsum ist vor allem seine schroffe Art aufgefallen. Davon konnte sich auch das Vredener Publikum überzeugen.

Vreden

, 28.03.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Gastspiel in Vreden am 28. März 2003 war Werner Lorant nicht wirklich zufrieden mit der Leistung seines Zweitliga-Teams.

Beim Gastspiel in Vreden am 28. März 2003 war Werner Lorant nicht wirklich zufrieden mit der Leistung seines Zweitliga-Teams. © Archiv

In der 1990er Jahren war er ein Kulttrainer in der Bundesliga. Werner Lorant führte den TSV 1860 München von der dritten in die erste Liga und sogar in die Qualifikation zur Champions League. Hinterher durchlebte der oft an der Seitenlinie tobende Lorant noch viele weitere Stationen.

Zum Beispiel trainierte er in der Saison 2002/03 ein halbes Jahr lang den damaligen Zweitligisten LR Ahlen. Und am 28. März gastierte Lorant, erst im Dezember davor bei Fenerbahce Istanbul entlassen, mit seinem Team zu einem Testspiel bei der SpVgg Vreden, damals Verbandsligist. Und im Hamalandstadion zeigte er sich von seiner berüchtigten Seite.

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„Spielt über die Außen und dann: alle fünf Minuten ein Tor. Ansonsten wird morgen gelaufen“, sagte der Coach laut dem damaligen Bericht der Münsterland Zeitung zu seinen Spielern. Denen machte aber das SpVgg-Team um Coach Bernd Dirksen das Leben schwer. Was Lorant so wütend machte, dass er unter anderem schon in der 19. Minute Samuel Ipoua nach einem vergebenen Hochkaräter auswechselte.

Vredener lassen „nur“ zwei Gegentreffer zu

Letztendlich zogen sich die Vredener absolut beachtlich aus der Affäre und unterlagen „nur“ mit 0:2. Für Ahlen trafen Christian Böing und Marcus Feinbier. Da war am nächsten Tag wohl ein Sondertraining fällig. Aber immerhin: In der zweiten Liga führte Lorant die Ahlener von der Abstiegszone ins gesicherte Mittelfeld, ehe er den Klub schon nach halben Jahr in Richtung Südkorea verließ. In der Verbandsliga beendete die SpVgg die Saison auf Rang sechs – Meister wurden die Amateure von LR Ahlen...

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Die Statistik des damaligen Testspiels:
SpVgg Vreden: Wissing (46. Tyshaus), Ahler, Meyer, Weinberg (59. Wilder-Kitscha), Reder, Lopes, Ring (46. Bachorz), I. Zimmer (78. Dana), Kolakovic, Rickert, T. Zimmer
LR Ahlen: Meier (Kronenberg), Daschner, Dmemic, Velokborsky, Böing, Dama (46. Prymula), Chiquinho (59. Gorschlüter), Anic (46. Fengler), Mikolajczak, Ipoua (18. Cerci), Feinbier (62. Vasiljevic)
Tore: 0:1 Böing (24.); 0:2 Feinbier (54.; Foulelfmeter).

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