Im kleinen Schlupfloch steckt große Verantwortung

Meinung

Fußballtraining bei den Junioren des SuS Stadtlohn – rechtlich abgesichert, aber auch mit einem gewissen Risiko behaftet, findet unser Redakteur.

Stadtlohn

, 04.03.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sascha Keirat

Sascha Keirat © privat

Die Tatsache, dass beim SuS Stadtlohn wieder Fußballtraining für Junioren stattfindet, hat viele überrascht. Mich auch. Doch der Wortlaut der Corona-Schutzverordnung in NRW, also die Fassung vom 22. Februar, lässt es zu. Und da auch das Stadtlohner Ordnungsamt nichts am Vorhaben des Vereins zu beanstanden hat, ist die Sache rechtlich einwandfrei. Der SuS hat ein Schlupfloch gefunden und genutzt. Übrigens nicht als einziger Klub in Westfalen.

Dass es keinen Sportverein gibt, der seinen Kindern und Jugendlichen die Rückkehr auf den Trainingsplatz nicht gönnt, dürfte klar sein. Und dass Jugendspieler vom Nachbarklub DJK, die selbst noch nicht wieder auf dem Sportplatz kicken dürfen, nun vielleicht neidisch zu ihren Altersgenossen am Losberg rüber schauen – völlig verständlich.

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Doch man muss auch Verständnis für die Verantwortlichen der DJK und anderer Vereine in der Region aufbringen, denen die Öffnung ihrer Sportanlagen und speziell eine Trainingsform wie die beim SuS entweder nicht sinnvoll oder zu riskant erscheint.

Letztlich muss jeder Verein selbst entscheiden, inwiefern er den Aufwand betreiben möchte. Und vor allem auch die Verantwortung tragen, falls doch nicht alles so läuft wie geplant, das Hygienekonzept nicht von allen konsequent umgesetzt wird. Denn die liegt am Ende allein beim Verein.

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