Ingo Resings spezielles Rennen: 315 Kilometer durch die schwedische Nacht

Radsport

Hunderte Kilometer in der Dunkelheit, und das in einem fremden Land. Ingo Resing vom SuS Stadtlohn erlebte ein ganz spezielles Rennen – mit Blaubeersuppe und Kötbullar mitten in der Nacht.

Stadtlohn

13.09.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ingo Resing vom SuS Stadtlohn meisterte in Schweden eine lang erhoffte Herausforderung.

Ingo Resing vom SuS Stadtlohn meisterte in Schweden eine lang erhoffte Herausforderung. © privat

Einer schon lang geplanten Herausforderung stellte sich Triathlet Ingo Resing vom SuS Stadtlohn. Der derzeitigen Situation geschuldet – mit eineinhalb Jahren Verspätung - startete die Vätternrundan 2021.

Dieser seit 1966 ausgetragene schwedische Klassiker führt über 315 Kilometer einmal rund um den südschwedischen Vätternsee. Start war traditionell in der Stadt Motala am Freitag ab 19 Uhr. Jeweils alle zwei Minuten wurden 20 Fahrer auf die Runde geschickt und das bis etwa 10 Uhr am Samstagmorgen; wobei dann insgesamt 7000 Fahrer unterwegs waren. Noch in den Vorjahren wurden jeweils über 20.000 internationale Fahrer gezählt.

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Ingo Resings Startzeit war um 22.06 Uhr. Das bedeutete einen Nachtstart und eine lange Fahrt durch die Dunkelheit. „Man merkte auf der Strecke sofort, dass die Organisatoren enorm viel Erfahrung mit der Ausrichtung eines solchen Events hatten: Beste Asphalt-Verhältnisse, Ordner an jeder Abzweigung, Sperrung vom normalem Verkehr“, berichtet Resing. „Auch die Ausstattung an den alle 50 Kilometer eingerichteten Verpflegungs-Depots war exzellent. Hier gab es Getränke und die berühmte Blaubeersuppe. An zwei Depots auch die bekannten schwedischen Köttbullar mit Kartoffelpüree – morgens um 2.40 Uhr.“

Geschafft: Am Mittag erreichte Ingo Resing das Ziel.

Geschafft: Am Mittag erreichte Ingo Resing das Ziel. © privat

In stetig wechselnden Fahrergruppen ging es für den Stadtlohner also durch die Nacht auf die insgesamt 315 Kilometer lange Strecke die mit 2000 Höhenmetern insgesamt relativ hüglig war. Es ließ sich nicht vermeiden, dass die Teilnehmer auch manchmal längere Zeit alleine durch die Nacht radeln mussten. Angefeuert durch viele Anwohner, die die Straßen mit Kerzenlichtern erleuchteten und mit dem typischem „heja, heja“ beschallten, vergaß man dann auch schon mal die nächtlichen Temperaturen von 5 Grad Celsius, wie Resing berichtet. „Als am nächsten Morgen gegen 5.40 Uhr die Sonne über den Vätternsee aufging, war dies schon ein grandioses Schauspiel.“

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Ingo Resing berichtet weiter, dass er nun im Tageslicht endlich auch mal die Natur und Umgebung genießen konnte. Endlose Wälder, tolle Aussichten über den See und immer die typischen roten Schwedenhäuser prägten von nun an die Fahrt. Um Punkt 12 Uhr erreichte Resing die Ziellinie in Motala und wurde von seiner Frau in Empfang genommen.

Im Zielbereich waren zwar nicht so viele Zuschauer wie üblich, aber auch das Fernsehen war vor Ort und übertrug den Zieleinlauf live. Insgesamt kamen 6.427 Fahrer ins Ziel. Abschließend gab es die Medaille und noch eine ordentliche Mahlzeit. Ingo Resing: „Zusammenfassend ist zu sagen, dass diese Fahrt für jeden ambitionierten Radfahrer eine grandiose, höchst zu empfehlende Erfahrung ist.“

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